Zoff um Lilibet Diana: Prinz Harry droht britischer Presse mit Klage

Prinz Harry ist sauer auf die BBC.
Prinz Harry ist sauer auf die BBC. © dpa, Chris Jackson, thomas ash kde

Prinz Harry soll wütend über angeblich falschen Bericht sein

Es war irgendwie abzusehen, dass das letzte Wort im Streit um den Namen der kleinen Lilibet Diana noch nicht gesprochen ist. Am 9. Juni meldete die BBC, dass Prinz Harry die Queen angeblich doch nicht um Erlaubnis gefragt hat, ob er ihren Kosenamen „Lilibet“ als Namen für seine am 4. Juni geborene Tochter nutzen darf. Der Prinz hatte behauptet, mit seiner Großmutter telefoniert und ihren Segen bekommen zu haben. Und dabei bleibt er auch. Stinkwütend über den angeblich falschen Bericht soll Harry die BBC jetzt sogar verklagen wollen.

BBC beruft sich auf vertrauenswürdige Palast-Quellen

Laut „Daily Mail“ soll Prinz Harry der BBC wegen „falscher Berichterstattung“ mit rechtlichen Schritte gedroht haben. Der renommierte britische TV-Sender beruft sich indes auf mehrere vertrauenswürdige Quellen aus dem Buckingham Palast, die dem Royal-Korrespondent Jonny Dymond gegenüber bestätigt haben, dass die Queen „nie gefragt“ wurde, ob es für sie in Ordnung sei, dass Meghan und Harry ihren Kosenamen als Namen ihrer Tochter verwenden.

Knapp eine Stunde nach der BBC-Meldung hatte sich bereits Omid Scobie, ein enger Freund der Sussexes und Mit-Autor des Buches "Finding Freedom: Harry and Meghan and the Making of A Modern Royal Family", empört bei Twitter zu Wort gemeldet. „Eine Quelle aus dem Umfeld der Sussexes sagt, dass die Queen die Erste war, die Harry nach der Geburt von Lilibet angerufen hat. Während dieses Gesprächs habe Harry der Königin mitgeteilt, dass er und Meghan hoffen, ihr zu Ehren ihre Tochter nach ihr nennen zu dürfen. Hätte sie dies nicht unterstützt, hätten sie diesen Namen nie gewählt“, schreibt Omid. Sein Grundtenor: Der BBC-Bericht ist komplett „falsch“.

Im Video: Wollen Meghan und Harry den Namen ihrer Tochter für PR nutzen?

Nutzen Harry und Meghan den Namen ihrer Tochter für PR?
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Nutzen Harry und Meghan den Namen ihrer Tochter für PR?

Möglicherweise sagen beide Parteien die Wahrheit

Laut „Daily Mail“ ist es allerdings durchaus möglich, dass sowohl die BBC-Informationen aus dem Palast als auch Harrys Aussage korrekt sein könnten. Ja, möglicherweise haben Meghan und Harry die Queen vorab über ihre Pläne informiert. Doch diese könnte den Eindruck gewonnen haben, dass sie eh keine Chance mehr hat, Einspruch gegen die Namenswahl zu erheben. Und dass sie dann nicht widersprochen habe, könnten Harry und Meghan als ihren Segen ausgelegt haben.

Wer auch immer am Ende Recht hat: Irgendwie traurig, dass die Freude über die Geburt des kleinen Mädchens, das „wunderschön“ sein soll, nun überschattet wird vom erbitterten Streit über ihren Namen. Das Timing von Harry und Meghan ist aber auch nicht das beste. Prinz Philip, der im April verstorbene Mann der Queen, war der Letzte, der seine Frau liebevoll bei ihrem Kosennamen „Lilibet“ gerufen hat. Er wäre am 10. Juni 100 geworden. Sicher würde die Monarchin jetzt lieber in Ruhe um ihn trauern, als sich über ihren Ur-Enkel und seine Frau ärgern zu müssen. (csp)