Zoff mit 'Time'-Magazin: Donald Trump will nicht 'Person des Jahres' werden

Donald Trump war bereits 2016 'Person des Jahres'
Donald Trump war bereits 2016 'Person des Jahres' © REUTERS, KEVIN LAMARQUE, SAV/JRB

Donald Trump beschwert sich bei Twitter

Jedes Jahr wählt das US-amerikanische 'Time Magazine' die 'Person des Jahres'. Im letzten Jahr wurde diese Ehre Donald Trump (71) zuteil. Endlich - denn in den Jahren 2012, 2014 und 2015 hatte er sich jedes Mal via Twitter beschwert, übergangen worden zu sein. Doch 2017 legt er auf einmal keinen Wert mehr darauf. In einem Tweet gab der US-Präsident bekannt, in diesem Jahr auf die Auszeichnung verzichten zu wollen.

"Wahrscheinlich ist nicht gut"

"Das 'Time Magazine' hat angerufen, um mir mitzuteilen, dass ich wahrscheinlich wie letztes Jahr 'Person des Jahres' werde, aber ich müsste einem Interview zustimmen und einem großen Fotoshooting. Ich sagte, wahrscheinlich ist nicht gut und habe abgelehnt. Danke trotzdem!", verkündete der US-Präsident über den Kurznachrichtendienst.

Aus der Sicht des Magazins klingt es jedoch etwas anders. "Der Präsident liegt nicht richtig damit, wie wir die 'Person des Jahres' auswählen. 'Time' kommentiert unsere Wahl nicht bis zur Veröffentlichung, die am 6. Dezember stattfindet", dementierte das US-Magazin Trumps Aussage ebenfalls via Twitter.

Über die absurde Reaktion Trumps spottete der britische Tennisstar Andy Murray, derzeit Zweiter der Weltrangliste. Auf Twitter schrieb er: "Die BBC hat mich gerade angerufen und gesagt, ich werde wahrscheinlich zum Sportler des Jahres ernannt. Aber ich müsste einem Interview und einem großen Fotoshooting zustimmen. Ich sagte, wahrscheinlich ist nicht gut und habe verzichtet. Vielen Dank!" 

Schauspielerin Patricia Arquette schrieb mit Blick auf die im Juni enthüllten gefälschten 'Time'-Titelbilder, die in Trumps Golf-Clubs hängen: "Du kannst dir immer noch ein weiteres Fake-Cover drucken."

Abstimmung läuft bis Anfang Dezember

Bei der 'Person des Jahres' handelt es sich um die Persönlichkeit des jeweiligen Jahres, die den größten Einfluss auf die Nachrichten hatte. Das letzte Wort haben dabei immer die Redakteure des 'Time Magazines', doch auch die Leser dürfen bis 3. Dezember für ihren Favoriten abstimmen. Am 6. Dezember wird das Ergebnis schließlich bekannt gegeben. 2017 stehen nicht nur Menschen wie Saudi-Arabiens Verteidigungsminister Mohammed bin Salman (32), der in der Leserumfrage derzeit mit 21 Prozent vorne liegt, sondern auch die Twitter-Kampagne #MeToo zur Auswahl.

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