YouTuber PewDiePie entsetzt über Anschläge von Christchurch

Nach Anschlägen in Neuseeland: So reagiert YouTuber PewDiePie
YouTuber PewDiePie bei einer Filmpremiere © imago/ZUMA Press, SpotOn

Terrorist hatte seinen Slogan zitiert

Nach den Anschlägen auf zwei Moscheen im neuseeländischen Christchurch, bei denen bisher 49 Menschen ums Leben gekommen sind, laufen die Ermittlungen auf Hochtouren. Immer neue Details zur Tat werden bekannt. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge filmte einer der mutmaßlichen Täter mit einer Kamera seine Tat live und forderte die Zuschauer zu Beginn des 17-minütigen Videos auf, dem Youtuber PewDiePie zu folgen. "Denkt daran Freunde, abonniert PewDiePie", ist demnach in dem Video zu hören. Der schwedische YouTuber Felix "PewDiePie" Kjellberg, auf den sich diese Aussage bezieht, zeigte sich bestürzt und bezog auf Twitter klar Stellung.

"Mich macht es krank, dass mein Name von dieser Person ausgesprochen wurde", schreibt der Schwede. "Mein Herz und meine Gedanken sind bei den Opfern, den Familien und jedem, der von dieser Tragödie betroffen ist."

Felix Kjellberg besaß lange Zeit mit knapp 90 Millionen Abonnenten den weltweit größten YouTube-Kanal. Da ihm das indische Plattenlabel T-Series in Sachen Abonnenten immer näher gekommen war und ihn zuletzt sogar überholt hatte, hatte er mit eben diesem Slogan im Rahmen einer Werbekampagne seine Fans aufgefordert, seinen Kanal zu abonnieren. Warum der Täter, laut Medienberichten ein mutmaßlich 28-jähriger Australier, diese Botschaft an den Anfang seines Videos stellte, ist derzeit noch unklar. Facebook und Twitter sperrten die 17-minütige Aufnahme des Anschlags inzwischen.

Der schlimmste Terroranschlag in der Geschichte Neuseelands

Etwa 300 Gläubige hatten sich gegen 13.30 Uhr Ortszeit in der "Al-Noor"-Moschee zum üblichen Gebet versammelt, als ein schwer bewaffneter Mann Medienberichten zufolge in das Gotteshaus marschierte und um sich schoss. Später fielen auch noch in einer anderen Moschee Schüsse. Nach Angaben der Regierung sind mindestens 49 Menschen getötet worden, 48 Personen wurden mit Schussverletzungen ins Krankenhaus gebracht, darunter mehrere Kinder. Die neuseeländische Polizei nahm bisher vier Verdächtige fest, eine Frau und drei Männer. Regierungschef Scott Morrison bestätigte einen rechtsextremen Hintergrund des Haupttäters.

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