"Ich stehe für Toleranz, Vielfalt, ein friedliches Miteinander"

Kein Verschwörungserzähler? Jetzt äußert sich Xavier Naidoo

Xavier Naidoo distanziert sich von Querdenker-Geschwurbel
02:37 Min

Xavier Naidoo distanziert sich von Querdenker-Geschwurbel

Woher der Sinneswandel? Im März 2020 sorgte Xavier Naidoo (50) mit einem Clip für Aufsehen, indem er sich singend über vermeintliche Missstände in Deutschland äußerte. Nun scheint der Mannheimer überraschend seine Meinung geändert zu haben. In einem etwas mehr als dreiminütigen Video rudert er zurück und sagt, er habe sich von den falschen Menschen blenden lassen und distanziere sich von Verschwörungserzählungen. Ein Zusammenschnitt seiner Aussagen gibt’s im Video.

Xavier: „Ich war von Verschwörungserzählungen geblendet"

„Alle, die mich kennen, wissen, wofür ich einstehe: Ich stehe für Toleranz, Vielfalt, ein friedliches Miteinander. Nationalismus, Rassismus, Homophobie und Antisemitismus sind mit meinen Werten nicht vereinbar“, erklärt Xavier Naidoo. Er sitzt lässig mit einer Schiebermütze auf dem Kopf auf einem braunen Sofa. Ruhig und sachlich spricht er in die Kamera. Seine Augen lassen vermuten, dass er den Text abzulesen scheint.

Er entschuldigt sich für all seine Aussagen in den letzten zwei Jahren. Immer wieder hat er ausländerfeindliche Parolen kundgetan, Corona geleugnet. Er trat öffentlich mit sogenannten Reichsbürgern und Querdenkern auf. Doch all das sei nun Geschichte! „Ich war von Verschwörungserzählungen geblendet und habe sie nicht genug hinterfragt. Habe mich zum Teil instrumentalisieren lassen“, erklärt er.

Ob Naidoo seine Worte ernst meint? Oder will er einfach nur sein Image aufpolieren? Schließlich flog er nach seinen kritischen Äußerungen 2020 aus der Jury von „Deutschland sucht den Superstar“ und bekam viel Gegenwind.

Auslöser für seinen Sinneswandel sei der Krieg in der Ukraine. Hintergrund: „Meine Frau kommt aus der Ukraine. Und ihre, unsere Familie lebt dort. Auch ich bin öfter in der Ukraine und aus diesem wunderschönen Land musste ich jetzt Familie und Freunde rausholen, weil dort Angst und Schrecken herrscht.“ (rsc)