Wurde Daniel Küblböck an der ETI-Schauspielschule gemobbt? Das sagt der Schulleiter

Daniel Küblböck: Der Schulleiter spricht zum Mobbing-Vorwurf
02:56 Min Daniel Küblböck: Der Schulleiter spricht zum Mobbing-Vorwurf

Als Schauspieler berühmt werden, war Daniels großer Traum

Als Sänger bekannt, als Solar-Millionär erfolgreich - als Schauspieler berühmt? So stellte sich Daniel Küblböck wohl den nächsten Schritt in seinem Leben vor. Auf den Theaterbühnen dieser Welt wollte er durchstarten. Nach seinem tragischen Verschwinden kam jedoch der Vorwurf auf, dass Daniel auf seiner Schauspielschule, dem "Europäischen Theater Institut" (ETI), gemobbt worden sei. Nun äußert sich der Schulleiter Werner Oldiges im Interview zu den schweren Anschuldigungen.

Daniel Küblböck: Schwerer Vorwurf auf Fanpage

10.09.2018, Berlin: In diesem Gebäude in einem Hinterhof ist die Schauspielschule untergebracht, die der frühere TV-Star Daniel Küblböck besucht hat.
ETI Schauspielschule Berlin © dpa, Paul Zinken, pdz pil

Auslöser war ein Post auf der Facebook-Fanpage von Daniel, der von ihm selbst stammen soll: "Dieses monatelange Mobben an meiner Schule in meiner Klasse hat mich doch zutiefst in meiner Seele erschüttert. Am schlimmsten fand ich, dass unsere Dozentin nicht eingegriffen hat. Sie hat das alles stillschweigend hingenommen. Diese Sache finde ich am traurigsten."

Es gab sehr engen Kontakt zwischen Lehrerin und Daniel Küblböck

Unfassbare Vorwürfe, die Werner Oldiges nicht nachvollziehen kann: "Dieser Mobbingvorwurf, der da im Raum steht, passt nicht zusammen. Das passt nicht in diese Welt, in unsere Welt und nicht in diese kleine Schule." Der Theaterleiter verfügt über die WhatsApp-Protokolle, die die beschuldigte Lehrerin ihm zur Verfügung stellte, um sich nach den Anschuldigungen zu entlasten. Darin ist auch der enge Kontakt zwischen der Lehrerin und dem Schüler deutlich - von mangelnder Fürsorge sei darin keine Spur.

Daniel schwänzte die Generalprobe - und flog aus dem Theaterstück

Sehr schwer habe Daniel getroffen, dass ihm "von der Schulleitung die Teilnahme an unserer Endaufführung verweigert" worden sei. Auch hier sieht Oldiges Klärungsbedarf. Daniel hätte sich krank gemeldet, sei danach abgetaucht und hätte auch die Generalprobe verpasst. Grund genug, ihn und seine Rolle kurzerhand aus dem Theaterstück zu streichen. 

Am Abend der Premiere stand Daniel jedoch im Theater und wollte seine Rolle spielen. Warum dies jedoch unmöglich war und warum Werner Oldiges Daniel in dieser Situation schützen musste, schildert er im Video.

Wenn Sie Selbstmord-Gedanken haben, wenden Sie sich bitte sofort an die Telefonseelsorge (www.frnd.de). Unter der kostenlosen Hotline 0800-1110111 oder 0800-1110222 erreichen Sie Menschen, die Ihnen die Auswege aus schwierigen Situationen aufzeigen können.