Woody Allen sieht sich trotz schweren Vorwürfen als #MeToo-Vorreiter

US-Filmemacher Woody Allen sieht sich als #MeToo-Vorreiter
Ist Woody Allen ein #MeToo-Vorreiter? © 2016 ImageCollect.com/ImageCollect, SpotOn

Woody Allen ist sich keiner Schuld bewusst

Bereits 1993 erhob Mia Farrow (74), die Ex-Frau von Filmemacher Woody Allen (83), Anschuldigungen gegen den Erfolgs-Regisseur. Er soll seine Adoptivtochter missbraucht haben. Der Fall geht vor zwei Gerichte und beide Male entscheidet man zugunsten Allens: Er wird für unschuldig erklärt. Im Rahmen der #MeToo-Bewegung haben sich in den letzten zwei Jahren dennoch viele Schauspielerinnen gegen den Filmemacher positioniert. Jetzt spricht Allen selbst über die Anschuldigungen und über seine Rolle in der #Metoo-Debatte. Seine Sicht auf die Dinge überrascht, denn Woody erklärt: "Ich habe alles getan, was die #MeToo-Bewegung gerne erreichen würde." 

Woody Allen beschreibt feministischen Umgang mit Arbeits-Kolleginnen

Er hält sich selbst für eine Art Vorreiter der #MeToo-Bewegung. In einem Interview mit dem französischen Sender "France 24" erklärt Woody Allen: "Ich habe mit Hunderten von Schauspielerinnen gearbeitet, nicht eine von ihnen hat sich jemals über mich beschwert; keine einzige Beschwerde", so Allen. Außerdem beschäftige er "seit Jahren Frauen in Spitzenpositionen" und er habe ihnen "immer den gleichen Lohn wie Männern gezahlt".

Erst in der vergangenen Woche hatte Hollywood-Star Scarlett Johansson (34) den Regisseur öffentlich gegen Vorwürfe verteidigt: "Ich glaube ihm, und ich würde jederzeit mit ihm zusammenarbeiten. Ich war sehr direkt zu ihm, und er ist sehr direkt zu mir. Er beteuert seine Unschuld, und ich glaube ihm." Seit Jahrzehnten erhebt Dylan Farrow (34) Missbrauchsvorwürfe gegen ihren Adoptivvater Woody Allen. Für das Opfer selbst natürlich ein Schlag ins Gesicht. Dylan twitterte als Antwort auf Johanssons Aussage: "Und wenn wir aus den letzten zwei Jahren etwas gelernt haben, dann, dass wir auf jeden Fall männlichen Straftätern glauben sollten, die ihre Unschuld beteuern, ohne es in Frage zu stellen. Scarlett hat noch einen weiten Weg vor sich, um ein Thema zu verstehen, von dem sie behauptet, sich damit auszukennen."

#MeToo ist ein Hashtag, das im Zusammenhang mit dem Weinstein-Skandal ab Oktober 2017 populär wurde. Unter dem Hashtag wird auf das Ausmaß sexueller Belästigung und Übergriffe im Alltagaufmerksam gemacht.

spot on news