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"Wer 4 sind": Eine Liebeserklärung an Die Fantastischen Vier - Filmkritik

„Wer 4 sind“ - Trailer zum Fanta-Vier-Film
01:52 Min „Wer 4 sind“ - Trailer zum Fanta-Vier-Film

von Cedric Schmidt

Die Fantastischen Vier können es nicht lassen. Und so sind sie auch nach mittlerweile 30 Jahren Bandgeschichte immer noch im Geschäft. Diesen Geburtstag feiern sie nun mit der Kinodokumentation „Wer 4 sind“. Wir verraten Ihnen, ob sich ein Kinoticket nur für „Die da“-Fans lohnt.

Fanta 4: Zusammen!

Die Fantastischen Vier, das sind Smudo (Michael Schmidt, 51), Michi Beck (Michael Beck, 51), Thomas D (Thomas Dürr, 50) und And.Ypsilon (Andreas Rieke, 51). Sie gelten als Pioniere im deutschen Hip Hop. Als Band werden sie im Jahr 2019 immerhin schon 30 Jahre alt. Inhaltlich geht es bei der Jubiläums-Dokumentation um die Entstehung ihres Albums „Captain Fantastic“ und um die dazugehörige Tour. Insbesondere das Lied „Zusammen“ dient als Zentrum des ganzen Films: Idee, Umsetzung, Veröffentlichung und das Feiern des Songs auf der Bühne stehen exemplarisch dafür, was die „Fantas“ – aus ihrer Sicht – ausmacht. Eingestreut sind immer wieder Rückblicke in die Vergangenheit, ohne dabei auf ausreichend Raum für die einzelnen Bandmitglieder zu verzichten. Purer Fanservice!

Eine klassische Doku, ohne Überraschungen

Regisseur Thomas Schwendemann bietet den „Fantastischen Vier“ eine filmische Bühne mit viel Glanz und Gloria. Dass die Band aufgrund ihrer lockeren Texte und ihrer fehlenden Milieuherkunft lange Zeit zumindest von einigen Kritikern eher als Antichrist denn als Heilsbringer der Hip-Hop-Szene wahrgenommen wurden, wird jedoch nur am Rande erwähnt. Und das hat seinen Grund: Hier geht es nicht um kritische Zwischentöne. Hier geht es um eine Geburtstagsfeier. Ein Porträt einer Band für ihre treuen Fans.

Einblicke in die Gedanken der „Fantas“

Wie oft denken die Fantastischen Vier ans Aufhören?
Michi Beck (v.l.), Thomas D und Smudo in "Wer 4 sind" © Kick Film GmbH, SpotOn

Wenn es kritisch wird, dann eher im Zwischenmenschlichen. Die einzelnen Mitglieder reden über das, was sie beschäftigt und auch über ihre Verwunderung, dass die Band trotz ihrer unterschiedlichen Charaktere überhaupt noch besteht. Es geht um die ganz nahen Themen, die die Fans bewegen: Nämlich jene, die direkt aus dem Leben der Stars erzählen und intime Einblicke gewähren.

HANDOUT - 03.09.2019, ---: Smudo (l-r), Andreas Rieke (And.Y), Thomas D und Michi Beck von der Band die Fantastischen Vier bei einer Jam Session - Szene des Films "Wer 4 sind" (undatierte Filmszene). Der Film kommt am 12.09.2019 in die deutschen Kino
Die Fantas im Studio © dpa, -, dhy sab

Doch tut das der Doku einen Abbruch? Nein. Auch als Gelegenheitshörer kommt man auf seine Kosten. Es macht Spaß, den Rappern dabei zuzusehen, wie sie auch nach 30 Jahren mit viel Herzblut bei der Sache sind. Die eingestreuten Lieder schaffen immer wieder Gänsehautmomente.

Und wenn die „Fantas“ über Trennungsgedanken sprechen, dann stockt zumindest den wahren Fans der Atem. Was bleibt, ist eine konventionelle Musiker-Doku ohne große Überraschungen - zumindest für Fans. Alle anderen bekommen einen durchaus unterhaltsamen Überblick über die Fantas, wenngleich auch aus etwas einseitigem Blickwinkel.