Wegen Selbstmord-Attentat: Neujahrs-"Tatort" verschoben

Wegen Selbstmord-Attentat: Neujahrs-"Tatort" verschoben
Jörg Hartmann im kommenden WDR-"Tatort: Sturm" © WDR/Frank Dicks, SpotOn
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Ersatzkrimi steht bereits fest

Jetzt also doch: Nach einigen kontroversen Diskussionen in den letzten Tagen ziehen nun die Programmverantwortlichen die Konsequenzen und verschieben den für Neujahr geplanten "Tatort: Sturm". Der WDR-Krimi aus Dortmund mit den Hauptdarstellern Anna Schudt (42) und Jörg Hartmann (47) als Kommissare wird nun erst am 29. Januar (20:15 Uhr, Das Erste) ausgestrahlt.

Der Hintergrund für diese Entscheidung ist das brutale Ende des Films, der in Sequenzen stark an den Anschlag von Berlin erinnert: Ein Attentäter rast in einem weißen Transporter auf eine Gruppe Menschen zu und sprengt sich anschließend in die Luft. Programmdirektor Volker Herres begründet den Schritt in einem Statement: "'Sturm' ist ein hochspannender 'Tatort' des WDR, der mit dem Selbstmordattentat eines Islamisten endet: mit Bildern und Eindrücken, die Assoziationen zum Terroranschlag in Berlin wecken."

Mit Rücksicht auf die Opfer, ihre Angehörigen, Betroffene und das Empfinden von Zuschauern wolle man den Film mit einem größeren zeitlichen Abstand zeigen. Anstelle von "Sturm" sendet das Erste am 1. Januar um 20.15 Uhr nun den "Tatort: Söhne und Väter" des Saarländischen Rundfunks.

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