Wegen Harvey Weinstein: Rose McGowan muss ihr Haus verkaufen

'Harvey Hölle': Rose McGowan muss ihr Haus verkaufen, um Anwaltskosten zu begleichen
Von Hollywood verstoßen und um Haus und Hof gebracht: Rose McGowan © dpa, Paul Sancya, PS kde

Im Kampf gegen Harvey Weinstein: Rose McGowan verliert ihr Haus

Rose McGowan war die Erste, die Harvey Weinstein der sexuellen Belästigung beschuldigte. Seitdem kämpft die Schauspielerin als Aktivistin vorderster Front gegen sexuelle Übergriffe und wurde zu einer der Leitfiguren der 'MeToo'-Kampagne. Doch für ihren Einsatz muss die 44-Jährige nun eine bittere Pille schlucken. Sie wurde nicht nur von der Hollywood-Gemeinde ausgeschlossen (bekam keine Einladung zu den 'Golden Globes'), sondern muss jetzt auch noch ihr Haus aufgeben, um die hohen Anwaltsrechnungen zahlen zu können, die sich im Kampf gegen Weinstein angehäuft haben.

Tragische Wendung nach Rose McGowans mutigen Einsatz

Im Rahmen eines Promo-Auftrittes für ihre neue Doku-Serie 'Citizen Rose' machte Rose McGowan nun eine unglaubliche Bekanntmachung: "Ich muss jetzt mein Haus verkaufen, um Anwaltsrechnungen zu bezahlen, die nötig waren, um das Monster zu bekämpfen." Der 'Charmed'-Star nannte Harvey Weinstein nicht beim Namen und bat auch Kritiker und Reporter darum, dies bei der Podiumsdiskussion zu unterlassen, wie die 'DailyMail' berichtet. Ihr Zwei-Millionen-Dollar-Heim in den Hollywood Hills soll nun unter den Hammer kommen. Ein großes Opfer im Kampf gegen die Ungerechtigkeit, die der Schauspielerin und mehr als 70 weiteren Frauen widerfahren ist.

Doch traurigerweise wird ihr Einsatz in Hollywood offenbar nicht anerkannt. Anders als Nicole Kidman, Reese Witherspoon und Meryl Streep, die zu Vertreterinnen der 'Time's Up'-Bewegung wurden und dies bei den diesjährigen Golden Globes zum Leitthema machten, wurde McGowan noch nicht einmal eingeladen. Es wird gemunkelt, dass die Schauspielerin ausgeschlossen wurde, weil sie ihre Stimme gegen Meryl Streep erhob und kritisierte, dass sie sich hätte früher gegen Weinstein aussprechen sollen. Und Rose McGowan war damit nicht die Einzige. Auch Asia Argento, ein weiteres Weinstein-Opfer, fühlt sich von den 'Time's Up'-Initiatoren übergangen und macht ihrem Ärger auf Twitter Luft.

"Ich habe keine Zeit für Hollywood-Verlogenheit"

"Ich schätze, ich bin nicht mächtig oder Hollywood genug. Ich bin stolz, hinter den Kulissen zu arbeiten", schrieb die 42-Jährige auf Twitter. An die 'Charmed'-Darstellerin richtete Argento bewundernde Worte: "Niemand sollte vergessen, dass du die Erste warst, die das Schweigen brach." Daraufhin antwortete McGowan: "Und nicht Eine der originellen, schwarz tragenden Leute, die nun unsere Vergewaltigungen anerkennen, hätte einen Finger krumm gemacht, wenn es nicht so gewesen wäre. Ich habe keine Zeit für Hollywood-Verlogenheit." Eine starke Aussage, die ein anderes Licht auf die Vorkommnisse in Hollywood wirft.