Wasser: Täglich genug trinken - besser zu viel als zu wenig!

Junge Frau lächelt mit Wasserglas in der Hand in die Kamera
Nehmen Sie pro Tag genügend Wasser zu sich? © Getty Images/iStockphoto

Wasser: Trinken Sie genug am Tag?

Viel trinken ist sehr wichtig, das weiß jeder. Trotzdem trinkt jeder vierte Deutsche immer noch viel zu wenig. Der Mensch kann ohne Nahrung wochenlang überleben, ohne Flüssigkeit allerdings nur drei bis vier Tage. An heißen Tagen machen Warnsignale darauf aufmerksam, dass man nicht genug getrunken hat: Man fühlt sich schlapp, Kopfschmerzen treten auf und die Konzentration lässt schnell nach. Schon ab einem Flüssigkeitsverlust von 1 Prozent des Körpergewichts lässt die Leistungsfähigkeit nach.

Der Körper verbraucht Wasser jedoch nicht nur bei Hitze oder Sport. Allein durch Urin, Stuhl und die Atmung geht kostbare Flüssigkeit verloren. Beim Anhauchen einer Glasscheibe merkt man, wie viel Wasser mit einem einzigen Atemzug entweicht. Im Schlaf verlieren wir durch die Atmung und über die Haut bis zu einem Liter Wasser pro Nacht. Daher wiegt man morgens weniger als abends! Wir verraten Ihnen, worauf Sie beim Trinken achten und welche Fehler Sie vermeiden sollten.

Fehler Nr. 1: Erst trinken, wenn man durstig ist

Ein Leben ohne Wasser ist nicht möglich. Deswegen ist es so wichtig, dass permanent rechtzeitig für Nachschub gesorgt wird. Ideal ist es, wenn Wasser über den ganzen Tag verteilt aufgenommen wird. Denn wenn der Körper Durst meldet, handelt es sich bereits um ein Defizit-Warnsignal des Körpers.

Fehler Nr. 2: Zu wenig trinken

Zwischen anderthalb und drei Liter Flüssigkeit sollte ein Erwachsener am Tag zu sich nehmen. Wer körperlich aktiv ist, sollte natürlich mehr trinken. Die Faustformel lautet: pro 30 Minuten Sport einen halben Liter Wasser zusätzlich. Bei hohen Außentemperaturen oder etwa bei Fieber reicht das empfohlene Minimum von 1,5 bis 2 Litern ebenfalls nicht aus. Dann sollten Sie mindestens drei Liter pro Tag trinken.

Besser zu viel als zu wenig!

Fehler Nr. 3: Das falsche trinken

Viele greifen bei Durst zu Softdrinks wie Cola oder Limonade, andere zu Fruchtsäften oder Energy Drinks. Diese sind mit durchschnittlich 45-50 Kalorien pro 100 Milliliter jedoch nicht nur kalorienreich, sondern sie verursachen häufig noch mehr Durst. Daher sollten Sie eher eine Ausnahme bilden, auch, weil ihr Zuckergehalt viel zu hoch ist. Ebenso sollte auf alkoholische Getränke verzichtet werden. Denn auch wenn es so empfunden wird: Ein kühles Bier stillt den Durst nur im ersten Moment.

Der darin enthaltene Alkohol entzieht dem Körper Flüssigkeit. Die typischen Kater-Beschwerden, wie Kopfschmerzen, Durst und Unwohlsein sind eben Folgen von Wasser-Defizit. Sie lassen sich durch ein bis zwei Gläser Wasser vor dem Schlafen bereits deutlich verringern. Am besten eignen sich Mineral- oder Leitungswasser und ungezuckerte Früchte- oder Kräutertees. Beim Sport liefern außerdem Fruchtsaftschorlen und Malz- oder alkoholfreies Bier wichtige Mineralien. Schorlen sollten am besten im Verhältnis 1:3 (Saft:Waser) gemischt werden.

Fehler Nr. 4: Nur beim Schwitzen verlieren wir Wasser

Wasser dient als körpereigene Klimaanlage. Denn wie kann es sein, dass der Körper unabhängig vom Wetter immer die in etwa gleiche Temperatur hat? Dafür sorgt der Schweiß, der durch erhöhte Temperatur auf der Haut entsteht. Durch das Schwitzen kühlt der Körper besonders an heißen Tagen ab. Beim Verdunsten von Schweiß entsteht Verdunstungskälte, die den Körper vor Überhitzung bewahrt. Auch beim Atmen geht Flüssigkeit verloren. Durch reichliche Wasseraufnahme kann dieser Flüssigkeitsverlust ausgeglichen werden.

Fehler Nr. 5: Wasser hilft vor allem gegen Durst

Wasser übernimmt im Körper zahlreiche Aufgaben. Es ist ein wahres Allround-Talent, das lebenswichtige Funktionen erfüllt. Zum einem ist Wasser ein Transportmittel, denn ohne Wasser würde es in den Gefäßen zu einem Stau kommen. Das Wasser befördert alle wichtigen Nährstoffe, Vitamine, Hormone, Medikamente aber auch den Sauerstoff zu den Zielorganen. Und in die andere Richtung werden durch Wasser auch Giftstoffe und Abfallprodukte über die Nieren ausgeschieden.

Fehler Nr. 6: Wann wir trinken, spielt keine Rolle

Wer morgens oder vormittags viel trinkt und glaubt, damit seinen Soll erfüllt zu haben und abends nichts mehr trinken zu müssen, irrt. Der Körper speichert die Flüssigkeit nicht, sondern scheidet sie über die Nieren, Urin, Schweiß und Atmung wieder aus. Wichtig ist daher, dass Sie über den Tag verteilt mindestens 1,5 bis 2 Liter trinken. Zu jeder Mahlzeit sollten Sie wenigstens ein Glas Wasser oder Schorle trinken. Um das Trinken nicht zu vergessen, sollten Sie sich am besten eine große Flasche Wasser mit ins Büro nehmen und auf dem Schreibtisch deponieren.

Fehler Nr. 7: Flüssigkeit nur durchs Trinken

Nicht nur durchs Trinken von Wasser oder anderen Getränken nehmen wir Flüssigkeit auf. Auch viele Obst- und Gemüsesorten wie Gurken, Tomaten oder Wassermelonen haben einen extrem hohen Wassergehalt und dürfen mit in die Flüssigkeitsbilanz einbezogen werden.

Beherzigen Sie einige wenige dieser Trinkregeln und Sie werden sich schon bald frischer, leistungsfähiger und lebendiger fühlen!

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