Viele Fragen du hast: Wie wird es mit "Star Wars" weitergehen?

Viele Fragen du hast: Wie wird es mit "Star Wars" weitergehen?
1977 fand mit dem naiven Farmerjungen Luke (Mark Hamill) und einem vorlauten Droiden ein epochales Weltraum-Märchen seinen Anfang. © Lucasfilm/Disney, SpotOn

"May the 4th" ist da

Wie geht's weiter? Diese Frage stellt sich während der Corona-Krise momentan jeder, so auch in der Filmindustrie. Drehs sind noch immer undenkbar, ebenso wie die Vorstellung an ein restlos vollgepacktes Kino. Doch schon bevor die Pandemie den gewohnten (Hollywood-)Alltag in die Knie zwang, wunderte sich manch ein Cineast, was die Zukunft einer ganz besonderen Filmreihe wohl bereithalten wird.

Mit "Der Aufstieg Skywalkers" fand im vergangenen Dezember die nunmehr dritte "Star Wars"-Trilogie ihren Abschluss. Erstmals nach fünf Jahren in Folge wird die weltberühmte Fanfare der Sternensaga 2020 nicht ertönen, die neue Abenteuer aus einer "weit, weit entfernten Galaxis" verheißt. Da kommt der Feiertag für alle Hobby-Jedi und Nachwuchs-Evoks am 4. Mai (May, the Fourth) gerade recht, um die derzeit geplanten "Star Wars"-Projekte einem Check zu unterziehen. Was kommt, wer wurde gekickt, wie geht es Baby-Yoda?

Nur noch eine von zwei Trilogien?

Zum Höhepunkt des "Star Wars"-Hypes schossen Nachrichten zu neuen Filmen noch wie galaktische Pilze aus dem Boden. Gar eine eigene Trilogie wurde Rian Johnson (46) versprochen, dem Regisseur hinter "Die letzten Jedi". Gegenteilige News wurden seither nicht veröffentlicht, der letzte Stand in dieser Angelegenheit rührt aus dem Januar dieses Jahres. Im Zuge der Premiere seines Films "Knives Out" verriet Johnson der US-Seite "Variety": "Ich befinde mich immer noch in Gesprächen mit Lucasfilm, aber sie haben bislang noch keine Planungen angekündigt."

Gut möglich also, dass die besagte Trilogie weiterhin umgesetzt werden soll, die Frage ist nur, ob mit Johnson. Die Ankündigung "seiner" Trilogie fand vor der Veröffentlichung von "Die letzten Jedi" statt, der bei vielen "Star Wars"-Fans - gelinde gesagt - nicht gut ankam. Und da man im Hause Disney, wie zuletzt immer wieder eindrucksvoll bewiesen, kein Problem damit hat, die Regisseure kurzerhand zu wechseln, könnte sich auch hier noch einiges ändern.

Jüngstes Beispiel: Eigentlich hätten die beiden "Game of Thrones"-Showrunner David Benioff und D.B. Weiss (je 49) ebenfalls eine eigene Trilogie entwickeln sollen, die dem Vernehmen nach sogar schon 2022 die neue "Star Wars"-Ära hätte einläuten sollen. Im Oktober 2019 hieß es dann aber über die Branchenseite "Deadline", dass Benioff und Weiss von diesem lukrativen Deal zurückgetreten seien.

Der Grund, warum sie nicht mehr an Bord sind, sei demnach ein Deal mit Netflix. Ihre Begeisterung für "Star Wars" sei nach wie vor grenzenlos, aber ihr Terminkalender zu voll, erklärten die beiden "Deadline" damals in einem Statement. Seither, also gut ein halbes Jahr später, gibt es diesbezüglich noch immer keine neuen Infos.

Noch ein Spin-off: Spinnt ihr?

Ein übergroßer Name, der ebenfalls mit "Star Wars" in Verbindung gebracht wird, ist Kevin Feige (46). Der ist seines Zeichens Chef von Marvel und kennt sich mit Milliarden-Blockbustern bestens aus. Bereits im September des vergangenen Jahres berichtete "The Hollywood Reporter" exklusiv, dass man sich mit ihm auf die Entwicklung eines einzelnen "Star Wars"-Film verständigt habe. Wie es um diese Pläne aussieht, steht momentan aber nicht nur wegen Corona in den Sternen. Zuletzt hatte man mit einem Spin-off ("Solo") abseits der Hauptrilogie keine guten Erfahrungen mehr gemacht.

Sternensaga in Serienform

Weitaus rosiger sieht es da bei einer "Star Wars"-Serie aus, nicht zuletzt dank eines grünen Knuddel-Wesens alias "Baby-Yoda". "The Mandalorian" von Showrunner Jon Favreau (53), dessen erste Staffel gerade ihr Finale feierte, wird definitiv in eine zweite und offenbar auch in eine dritte Runde gehen. Dass es neue Folgen geben wird, verkündete Favreau bereits im Dezember 2019 via Instagram. Ob wegen Corona der angepeilte Starttermin für "Herbst 2020" eingehalten werden kann, ist jedoch noch nicht klar.

Überraschend dagegen die Nachricht, die "Variety" unlängst in den Äther schickte. So arbeite man auch schon an einer dritten Staffel von "The Mandalorian", lange bevor Season zwei überhaupt Premiere feiern konnte.

Obi-Wan(n) kommst du?

Die Produktion einer ebenfalls geplanten "Star Wars"-Serie über Obi-Wan Kenobi mit Ewan McGregor (49) liegt derweil angeblich auf Eis. Laut "The Hollywood Reporter" lagen Anfang 2020 zwar bereits zwei Kenobi-Drehbücher vor. Diese und die gesamte Story seien aber zum Problem geworden, hieß es weiter. Das Gesamtpaket soll daher verworfen worden sein. Lucasfilm war dem Bericht von damals zufolge auf der Suche nach einem neuen Autor für die Serien-Skripte. Das ist auch der heutige Wissensstand in dieser Angelegenheit.

Noch zwei weitere "Star Wars"-Serien sollen Stand jetzt früher oder später ihren Weg zum hauseigenen Streamingservice Disney+ finden. Eine Prequel-Serie zu "Rogue One" mit Diego Luna (40) sei geplant, Drehbuchautorin und Regisseurin Leslye Headland (39) entwickele zudem ebenfalls laut "The Hollywood Reporter" gerade eine neue Live-Action-Serie, die sich auf weibliche Charaktere aus dem "Star Wars"-Universum konzentrieren soll.

Ob also auf dem kleinen Screen oder der riesigen Leinwand, "Star Wars"-Jünger werden so schnell keine Entzugserscheinungen bekommen. Ungewöhnlich ist dennoch, dass sich zwar eine Unmenge an Projekten in der Pipeline befindet, zu quasi keinem davon aber bislang mehr als die bloße Existenz bekannt ist. Auch die Wege der Macht sind unergründlich.

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