Verschollener Daniel Küblböck wird von Gericht für tot erklärt

Daniel Küblböck wird für tot erklärt
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Daniel Küblböck wird für tot erklärt

Daniel Küblböck seit September 2018 verschollen

Ex-DSDS-Star Daniel Küblböck wird für tot erklärt. Das hat jetzt das Passauer Landgericht entschieden. Im August 2020 war ein entsprechender Antrag nach dem Verschollengesetz beim Gericht eingegangen. Mehrfach hatte die Familie, vor allem Vater Günther, versucht, Einspruch einzulegen.

Während Kreuzfahrt ins Meer gesprungen?

Der 33-jährige Küblböck war Anfang September 2018 vor der Küste Kanadas verschwunden. Damals befand der Sänger sich auf einer Kreuzfahrt von Hamburg nach New York. Ein Überwachungsvideo des Kreuzfahrtschiffes zeigte, dass zur fraglichen Zeit des Verschwindens eine Person von Bord sprang. Die Ermittler gingen von Suizid des Ex-DSDS-Drittplatzierten aus. Einen Tag nach dem Verschwinden hatte die kanadische Küstenwache die Suche nach ihm - wegen der kurzen Überlebenschance im kalten Wasser - eingestellt.

Vater: "Wir vermissen Daniel jeden Tag"

Im vergangenen Jahr hat sich Daniels Vater Günther zu dem Verfahren geäußert: „Eine Person, die nicht zu Daniels Familie und zuletzt auch nicht zu seinen engen Vertrauten gehörte, hat diesen Antrag auf Daniels Todeserklärung gestellt. Für uns ist dies nicht nachvollziehbar, dass Gesetze dies überhaupt zulassen und noch weniger, was sich diese Person damit anmasst. Wir vermissen Daniel jeden Tag und der Gedanke, dass er womöglich frühzeitig für tot erklärt wird, tut weh.“

Die Ex-Assistentin des Sängers hatte den Antrag gestellt, der Widerspruch des Vaters war letztlich vergeblich. Die offizielle Todeserklärung ist nun im Bundesanzeiger zu finden. Der Todeszeitpunkt wird auf den 09.09.2018, 08:55 Uhr (Ortszeit) datiert.

Hilfe bei Suizidgedanken

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