Vergewaltigungsprozess gegen Harvey Weinstein auf Juni verschoben

Harvey Weinstein: Prozess verschoben
Galgenfrist für Harvey Weinstein © John Rainford/WENN.com, WENN

Es ist der am fieberhaftesten erwartete Prozess des Jahres: US-Produzent Harvey Weinstein (66) steht wegen Vergewaltigung vor Gericht. Die Welt wird sich allerdings gedulden müssen: Der Prozess wurde von Mai auf Juni verschoben.

Warum der Aufschub?

Zunächst hatte das zuständige Gericht in New York City den 6. Mai als Prozessauftakt festgelegt, doch wenig später tauschte Weinstein ("The Current War") sein Anwaltsteam aus und vergrößerte es. Seine Rechtsvertreter Jose Baez, Ronald Sullivan und Duncan Levin haben nun um die Verlegung des Verfahrens gebeten.

Richter James Burke und die Staatsanwaltschaft haben dem zugestimmt und einen neuen Termin für den 3. Juni festgesetzt.

Zahllose Opfer, ein Prozess

Obwohl inzwischen weit über 80 Frauen ihre Stimme gegen Weinstein erhoben haben und von sexueller Nötigung, Missbrauch und Vergewaltigung berichtet haben, wird sich der Prozess nur um einen Bruchteil der Vorwürfe drehen. Denn die meisten Verbrechen, derer Weinstein beschuldigt wird, sind bereits verjährt. Im Juni wird es unter anderem um die Vergewaltigung einer nicht genannten Frau im Jahr 2013 gehen, sowie um eine sexuelle Nötigung, die Weinstein 2006 begangen haben soll.

Der frühere Filmmogul streitet jegliche Vorwürfe gegen sich ab und betont immer wieder, er habe Frauen nie zu irgendwelchen sexuellen Handlungen gezwungen.

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