Verena Altenberger wird von Angst geplagt - und angetrieben

Verena Altenberger wird von Angst geplagt - und angetrieben
Verena Altenberger ist die Neue beim 'Polizeiruf' © WENN.com, WENN

Als neue Kommissarin beim 'Polizeiruf 110' hat Verena Altenberger es endgültig geschafft. An ihren Selbstzweifeln ändert das jedoch nichts.

In die Fußstapfen von Matthias Brandt (57) beim Münchener 'Polizeiruf 110' zu treten ist kein leichtes Unterfangen. Die Österreicherin Verena Altenberger (31) wurde diese Aufgabe aufgetragen - ein Ritterschlag für eine junge Schauspielerin, die dennoch immer von Selbstzweifeln geplagt ist.

Ablehnung und Angst treiben Verena Altenberger an

Denn bevor ihr der große Durchbruch gelang, wurde Verena von fast allen Schauspielschulen abgelehnt. "Mein Berufseinstieg war mit viel Scheitern und Ablehnung verbunden", erklärt sie im Interview mit 'Nordbuzz'. "Deshalb fühlt sich mein Weg für mich nicht wie ein schöner Traum, sondern eher hart erarbeitet an."

Jedoch sei sie ein Mensch, den Ablehnung eher motiviert als enttäuscht. Ein "gesundes Maß an Angst und Zweifel" stachele sie dazu an, stets gut vorbereitet und vorsichtig sein. Und das ist auch gut so, denn Angst scheint ein ständiger Begleiter in der Karriere von Verena Altenberger zu sein.

Auf die Frage, ob sie sich für talentiert halte, antwortete sie dem Online-Magazin: "Nein, das habe ich noch nie getan. Vor jedem neuen Dreh muss ich Ängste aushalten. Bei jedem neuen Projekt glaube ich: Jetzt ist alles weg, was ich habe. Nun ist es aufgebraucht."

Generationenwechsel beim 'Polizeiruf'

Dass sie in große Fußstapfen trete, sei ihr bewusst, jedoch betont sie, dass sie viel von Matthias Brandt unterscheide: "Andere Altersklasse, anderes Geschlecht, andere Herkunft." Ihre Generation blicke ganz anders auf die Dinge als die ältere, auch wenn es um das Thema Gewalt geht.

Das liege daran, dass ihre Generation sich mehr mit dem Thema auseinandersetzen müsse. "Wir erleben einen deutlichen Rechtsruck in der Gesellschaft - und der hat viel mit Gewalt zu tun. Meine Eltern mussten sich mit so etwas viel weniger auseinandersetzen. Wir hingegen müssen uns mit Krieg und Terror vor der eigenen Haustür beschäftigen. Wir erleben die Flüchtlingsströme dieser Welt. Ja, ich glaube, ich erlebe mehr Gewalt als meine Eltern in ihrer Zeit als junge Erwachsene."

Bei so viel Reflektion, Talent und der nötigen Portion Angst und Zweifel haben die 'Polizeiruf'-Macher wohl genau die Richtige gefunden.

© Cover Media