Uma Thurmans heftiger Unfall im Video: Zu diesem Stunt soll Quentin Tarantino sie gezwungen haben

Uma Thurman: Bei Autostunt schwer verletzt

Gleich in doppelter Hinsicht hat Schauspielerin Uma Thurman (47) in den vergangenen Tagen und Stunden für Aufsehen gesorgt. In einem bemerkenswerten Interview mit der 'The New York Times' hatte sie vor kurzem schwere Vorwürfe erhoben. Gegen die Filmproduzenten Harvey Weinstein (65) und Lawrence Bender, aber auch gegen ihren engen Vertrauten Quentin Tarantino (54). Um ihren Worten Nachdruck zu verleihen, postete sie zudem ein Video auf Instagram, das einen heftigen Autounfall zeigt, den sie beim Dreh von 'Kill Bill' erlebte - weil sie zu diesem Stunt gezwungen worden sein soll. 

Quentin Tarantino widerspricht auch

Film Still from Kill Bill: Volume 1 Uma Thurman, Quentin Tarantino © 2003 Miramax Photo Credit: Andrew Cooper PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY 30753665Film quiet from Kill Bill VOLUME 1 Uma Thurman Quentin Tarantino © 2003 Miramax Photo Credit Andrew
Uma Thurman und Quentin Tarantino bei Dreharbeiten zu 'Kill Bill' © imago/Cinema Publishers Collection, imago stock&people

In ihrem Interview mit der 'New York Times' hatte Uma Thurman nicht nur mit Harvey Weinstein abgerechnet, sondern vor allem auch mit Regisseur Quentin Tarantino. Er soll sie bei Dreharbeiten zu 'Kill Bill' ins Gesicht gespuckt und gewürgt haben. Zudem habe er sie dazu genötigt, einen Autostunt in dem Film selbst zu übernehmen. Dabei prallte sie mit dem Wagen gegen einen Baum und verletzte sich. Dieser Unfall habe bei der heute 47-Jährigen bleibende Schäden an Nacken und Knien verursacht. In einem Instagram-Video zeigt Uma nun den Unfall bei den Dreharbeiten. Bei einem Crash scheint sie bewusstlos geworden zu sein.

In einem nicht minder ausführlichen Interview mit der Seite 'Deadline' hat nun Quentin Tarantino seine Sicht der Dinge geschildert. So sei er es gewesen, der Uma Thurman nach all den Jahren das angesprochene Videomaterial des Unfalls besorgt habe. Zuvor sei ihr unter anderem durch Harvey Weinstein die Möglichkeit verwehrt worden, das Video anzusehen, so Tarantino weiter. Hier deckt sich seine Aussage mit den Worten von Thurman, die sie zu ihrem Instagram-Post schrieb. Darin heißt es: "Ich halte Lawrence Bender, E. Bennett Walsh und den berühmt-berüchtigten Harvey Weinstein für die Alleinverantwortlichen." Diese drei Männer hätten versucht, den Unfall zu vertuschen.

"Ich bin mir sicher, dass ich nicht in Rage oder wütend war"

Jedoch gibt es auch Dinge in Thurmans Interview, denen Tarantino widerspricht. Sie hatte angegeben, der Regisseur habe sie wutentbrannt zu dem Stunt gezwungen, der schließlich zu dem Unfall führte. "Ich bin mir sicher, dass ich nicht in Rage oder wütend war. Ich bin nicht keifend in Umas Wohnwagen gegangen und habe sie angeschrien, sie solle in das Auto steigen." Wer Thurman kennt, der wisse, dass ein solches Verhalten nie und nimmer zu dem gewünschten Resultat geführt hätte, so Tarantino.

Er habe höchstens mit den Augen gerollt, weil sie ihre Sorge geäußert hatte, den in seinen Augen absolut harmlosen Stunt selbst zu machen. Dass er die Situation dermaßen falsch eingeschätzt hat und seine gute Freundin bei dem Crash verletzt wurde, bezeichnet Tarantino als "einen der größten Fehler meines Lebens", den er zutiefst bereue. Sie gegen den Baum rasen zu sehen, habe ihm "das Herz gebrochen". Er betont aber auch, dass sich die beiden längst über die Angelegenheit ausgesprochen und versöhnt hätten, der Unfall nur "zwei bis drei Jahre" ihre Beziehung zueinander überschattet hätte.

Was hat es mit den Würge-Vorwürfen auf sich?

Eine der heftigsten Stellen des Interviews ist eine Passage, in der davon berichtet wird, wie Tarantino seine Hauptdarstellerin angespuckt und gewürgt haben soll. Hierzu bezieht Tarantino ebenfalls Stellung und legt großen Wert darauf, dass diese Vorwürfe im Artikel nicht von Thurman selbst stammen, sondern durch die Journalistin der 'New York Times' aus dem Zusammenhang gerissen wurden. Beide Aktionen habe er tatsächlich ausgeführt, beide in absolutem Einverständnis mit Thurman.

In einer Szene von 'Kill Bill' spuckt Michael Madsens (59) Charakter Budd Thurmans Figur ins Gesicht. Weil Tarantino es dem Schauspieler nicht zutraute, dies in der Art zu tun, wie er es sich als Regisseur vorstellte - und umso wenige Takes wie möglich zu benötigen - habe er dies höchstpersönlich übernommen. So habe sei diese Tortur so schnell wie möglich vorbei gewesen. Ähnlich verhielt es sich bei einer Szene, in der Thurmans Charakter von einem Protagonisten gewürgt wird. "Natürlich habe ich das übernommen. Wer hätte es sonst tun sollen?", so der Star-Regisseur. Alles in allem sei er froh, dass mit seinem Interview "zwei Tage voller Fehlinterpretationen" nun hoffentlich vorbei seien.

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