Ulrike Folkerts über ihr Coming-out vor 20 Jahren: „War ein riesiger Kraftakt“

Ulrike Folkerts: Ihr Outing war ein "riesiger Kraftakt"
Seit 16 Jahren ein Paar: Schauspielerin Ulrike Folkerts (l.) und die Malerin Katharina Schnitzler © imago/Emmanuele Contini, SpotOn

So denkt sie heute darüber

Schon vor 20 Jahren bekannte sich TV-Kommissarin Ulrike Folkerts (58) zu ihrer Homosexualität. In einem Interview mit dem Magazin "Bunte" erzählt die Schauspielerin nun, wie schwer ihr das damals fiel: "Mich zu outen, war ein riesiger Kraftakt. Wenn man entdeckt, dass man homosexuell ist, stellt sich das Leben auf den Kopf. Das war, wie durch eine Welle geschleudert zu werden. Damals war das nicht so normal, wie es heute sein sollte."

Offene Worte über ihr Privatleben

Ihre Mutter und ein Mitstudent an der Schauspielschule, der schwul war, hätten ihr damals Halt gegeben. Heute gebe ihr ihre Beziehung zu Partnerin Katharina Schnitzler Stärke: "Die Angst in meinem Leben habe ich zum größten Teil verloren."

Seit 16 Jahren leben Folkerts und die Künstlerin zusammen in Berlin. Gemeinsam schrieben sie das Buch "Glück gefunden". Wegen ihr glaube sie an die große Liebe, erzählt Folkerts im Interview. "Ich kann mich jeden Morgen daran erfreuen, wenn ich aufwache und meine Freundin sehe. Bei ihr habe ich das Gefühl, ich werde geliebt, genauso wie ich bin. Ich kann maximal zwei Wochen ohne sie sein, länger geht auf keinen Fall."

Die gebürtige Kasselerin ist vor allem für ihre Rolle der inzwischen dienstältesten "Tatort"-Kommissarin Lena Odenthal bekannt. Seit 1989 ermittelt diese in Ludwigshafen am Rhein...

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