Uli Hoeneß: "Wir müssen da oben sein"

Uli Hoeneß: "Wir müssen da oben sein"
Uli Hoeneß machte sich auf der Weihnachtsfeier seines Vereins Luft © Matthias Balk/DPA/Cover Images, WENN

Uli Hoeneß scheidet aus dem Aufsichtsrat des FC Bayern aus — eine Legende geht. Gleichzeitig schwächelt der Verein in Sachen Fußball. Das schmeckt dem Bayern-Urgestein gar nicht.

Weihnachtsfeier. Eigentlich eine Gelegenheit, mal so richtig die Seele baumeln zu lassen und mit den lieben Kollegen einen drauf zu machen. Es sei denn, der Arbeitgeber heißt FC Bayern. Dort hängen dunkle Wolken am Himmel, und der scheidende Aufsichtsratschef Uli Hoeneß (67) wollte das auch keinesfalls totschweigen.

Schwieriger Abschied in schwieriger Situation

Dem einstigen Präsidenten und Spieler des Vereins wird der Abschied aus dem Gremium besonders schwerfallen, befindet sich sein geliebter FC Bayern doch gerade in einer sportlichen Krise, die sich gewaschen hat. Am Wochenende wurde man vom Meisterschaftskonkurrenten Borussia Mönchengladbach mit 2:1 abgefertigt, dümpelt seitdem auf Platz sieben der Bundesliga. Keine einfache Situation für die erfolgsverwöhnten Bayern, die am Mittwoch schon wieder in der Champions League ranmüssen. Am Sonntagabend (8. Dezember) fanden die Verantwortlichen denn auch deutliche Worte auf der internen Club-Weihnachtsfeier, die in der exklusiven Säbener Lounge in der Allianz Arena abgehalten wurde.

Uli Hoeneß sieht die Spieler in der Verantwortung

'Bild' zitiert den ehemaligen Vereinsboss mit den Worten: "Mia san mia! Und mia gehören an die Eins! Wir müssen da oben sein!" Uli Hoeneß hielt seine Ansprache Kapitän Manuel Neuer (33), appellierte an die Spieler, dass sie jetzt in der Verantwortung stünden und sich zusammenreißen müssten. Es bleiben in der Bundesliga nur noch drei Spieltage, dann geht es in die Winterpause. Schwächeln ist da nicht mehr drin, das weiß auch Thomas Müller (30): "Wir müssen schauen, dass wir in der Bundesliga noch neun Punkte holen – sonst schaut es schattig aus!" Kein Wunder, dass Uli Hoeneß nicht zufrieden ist. Ob er seinen geliebten FC Bayern bald wieder dort sieht, wo er hingehört — an der Spitze?

© Cover Media