Ukraine verhängt Einreiseverbot für russische ESC-Teilnehmerin

Ukraine verhängt Einreiseverbot für russische ESC-Teilnehmerin
Am 12. März wurde Yulia Samoylova ausgewählt, Russland beim ESC zu vertreten © imago/ITAR-TASS, SpotOn

Ihr wird ein Gesetzesverstoß vorgeworfen

Der Eurovision Song Contest hat einen handfesten politischen Skandal: Der ukrainische Geheimdienst SBU hat gegen die russische ESC-Teilnehmerin Yulia Samoylova (27) ein Einreiseverbot verhängt. Das berichtet unter anderem die 'Bild'-Zeitung unter Berufung auf die russische Nachrichtenagentur Interfax. 

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Die ESC-Kandidatin soll gegen ukrainisches Gesetz verstoßen haben

Laut Geheimdienstsprecherin Jelena Gitljanskaja dürfe die 27-Jährige für drei Jahre nicht in die Ukraine einreisen. Der Grund: Samoylova, die erst am 12. März ohne Publikumsabstimmung zur russischen ESC-Teilnehmerin bestimmt worden war, soll gegen ukrainisches Gesetz verstoßen haben.

Ein Auftritt auf der Halbinsel Krim könnte ihr zum Verhängnis werden

Stein des Anstoßes ist ein aus ukrainischer Sicht illegaler Auftritt der Sängerin auf der Halbinsel Krim, die Russland 2014 annektiert hatte. Wie die 'Welt' berichtet, kritisiert der russische Vize-Außenminister die Entscheidung scharf: Es handle sich um einen "weiteren ungeheuerlichen, zynischen und unmenschlichen Akt." Samoylova hat sich bisher noch nicht zu Wort gemeldet.

Die Sängerin sitzt seit ihrer Kindheit im Rollstuhl. 2013 nahm sie an 'Faktor A' teil, der russischen Version der Castingshow 'X-Factor'. Bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi 2014 sang sie bei der Eröffnungszeremonie. Der Eurovision Song Contest Mitte Mai in Kiew wird wohl nun ohne sie stattfinden müssen.

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