Tom Hanks plädiert für Veränderung der Machtstrukturen in Hollywood

Tom Hanks: Es muss mehr gegen sexuelle Belästigung getan werden
Tom Hanks © FayesVision/WENN.com, Cover Media
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Männer sollten genau zuhören

Tom Hanks (61) sieht die Filmindustrie an einem Wendepunkt.

Der Darsteller ('Sully - Das Wunder vom Hudson') hat sich gegen den Filmproduzenten Harvey Weinstein (65) ausgesprochen, dem vorgeworfen wird, über drei Jahrzehnte unzählige Frauen sexuell belästigt und in einigen Fällen sogar vergewaltigt zu haben. Bislang haben sich 60 Frauen zu Wort gemeldet, die verstörende Begegnungen mit dem Filmmogul hatten - dazu zählen auch hochkarätige Stars wie Gwyneth Paltrow und jüngst Lupita Nyong'o. 

Neben den Frauen, die sich über den Sexismus in der Filmindustrie ausgesprochen haben, meldeten sich auch vermehrt Männer zu Wort, die nicht nur das Verhalten Harvey Weinsteins verurteilen, sondern auch für eine Veränderung der Machtstrukturen in Hollywood plädieren. Einer dieser Männer ist Tom Hanks, der im Interview mit der 'BBC' erklärte:

"Wir befinden uns an einem Wendepunkt. Das ist eine große Veränderung. Sein Nachname wird zu einem Nomen und zu einem Verb. Es wird ein Name für einen Zeitpunkt, für den es ein Vorher und Nachher gab. Jeder hat Geschichten über die Besetzungscouch zu erzählen." 

Als Komplize sieht er sich als Schauspieler in Hollywood allerdings nicht - schließe existiere dieser Sexismus in allen Bereichen und habe mit der Machtstruktur in nahezu allen Firmen zu tun, die von Männern geführt werden: "Ich war in Räumen mit 40 Frauen, die dieses Thema besprochen haben. Der Prozentsatz der Frauen, die selbst solches Verhalten am eigenen Leib erfahren haben, war 100. Wir müssen jetzt darüber sprechen, wie sich diese Frauen Gehör verschaffen können. Vielleicht sollten alle Männer, auch ich selbst, schweigen, es nicht erklären, es nicht kommentieren, nicht versuchen es zu rechtfertigen oder zu verfolgen, weil jede Frau, mit der ich in diesem Raum war, einen Zuhörer gebraucht hat."

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