'Time's Up': Hunderte Hollywood-Stars rufen Initiative gegen sexuelle Belästigung ins Leben

Initiative 'Time's Up'

Über dreihundert Hollywood-Schauspielerinnen, Regisseurinnen und andere weibliche Stars der Traumfabrik haben sich zusammengeschlossen, um sexuelle Belästigung in der US-Unterhaltungsbranche und generell am Arbeitsplatz zu bekämpfen. Sie riefen eine Initiative ins Leben, die mit einer ganzseitigen Anzeige in der 'New York Times' angekündigt wurde, und einen 13-Millionen-Dollar-Fonds für Rechtsbeihilfe beinhaltet. Das Geld soll weniger privilegierten Frauen wie beispielsweise Krankenschwestern und Kellnerinnen helfen, sich vor sexuellen Übergriffen zu schützen - und vor den Folgen, die eine Anzeige mit sich bringen könnte. Welche Hollywood-Größen sich an der Initiative beteiligen, sehen Sie im Video! 

"Wenn nicht wir, wer dann?"

Das Programm trägt den Namen 'Time's Up' ('Die Zeit ist um'), zum Start veröffentlichten viele Frauen aus dem Showbusiness einen offenen Brief, darunter unter anderem Ashley Judd (49), Eva Longoria (42), America Ferrera (33), Rashida Jones (41), Kerry Washington (40) und Stars hinter der Kamera wie Shonda Rhimes (47), die unter anderem 'Grey's Anatomy' und 'Scandal' produziert hat.

In dem Brief heißt es, der Kampf der Frauen, in einer männlich dominierten Arbeitswelt gehört und anerkannt zu werden, müsse enden, die Zeit für so eine Welt sei abgelaufen. "Wenn diese Gruppe von Frauen nicht für ein Modell für andere Frauen, die nicht so viel Macht und Privilegien haben, kämpfen kann, wer dann?", wird Rhimes von der 'New York Times' zitiert. Zu den Zielen der Initiative gehört es aber nicht nur, die Lage der Frauen zu verbessern, sondern auch Solidarität zu zeigen.

Bei den Golden Globes sollen daher auf dem roten Teppich so viele Starts wie möglich Schwarz tragen. "Dies ist ein Moment der Solidarität, kein Mode-Moment", sagte die Schauspielerin Eva Longoria der Zeitung.