Thomas Müller wird 30: Diese Sprüche machten ihn zum FCB-Liebling

Thomas Müller wird 30: Diese Sprüche machten ihn zum FCB-Liebling
Thomas Müller ist für seine lockeren Sprüche bekannt © imago images / Michael Weber, SpotOn

Humorvoll und schlagfertig

Profi-Fußballer Thomas Müller feiert am 13. September seinen 30. Geburtstag. Der gebürtige Weilheimer (Oberbayern) kann auf eine langjährige und beeindruckende Karriere zurückblicken - sowohl beim FC Bayern München als auch in der deutschen Nationalmannschaft. Mit den Bayern wurde er zum Beispiel bereits mehrfach Deutscher Meister und DFB-Pokal-Sieger. Zudem gewann er mit dem Verein die Champions League. 2014 holte er mit dem DFB-Team den Weltmeistertitel. Doch nicht nur seine unorthodoxe, aber erfolgreiche Spielweise zeichnen ihn aus.

Thomas Müller lässt auch mit seiner humorvollen und schlagfertigen Ader die Herzen seiner Fans höherschlagen. Dabei lässt er es sich nicht nehmen, sowohl seine Teamkollegen als auch so manchen Journalisten hin und wieder auf die Schippe zu nehmen. Diese Sprüche bleiben in Erinnerung.

Über seine fußballerischen Künste

"Wer mich kennt, der weiß, dass ich mehr meinem Instinkt folge als Anweisungen von Trainern."

"Wir haben uns den Arsch aufgerissen, haben das Spiel gewonnen und gut ist es. Wenn wir spielen wie die Ballerinas, dann heißt es doch, wir haben keine Typen in der Mannschaft."

"Langsam habe ich das Gefühl, dass ich mit meinem linken Fuß mehr anfangen kann, als nur Bier zu holen."

"Wo keine Muskeln sind, kannst du dir auch nicht weh tun. Meine Waden sind so dünn, da kann kein Gegner die Knochen treffen, weil man sie so schlecht sieht."

"Ich weiß, dass mein Spiel nicht das allerschönste ist, ich bin nicht da, um die Leute mit Kunststückchen zu unterhalten."

"Ich definiere mich eben über Effizienz und Gradlinigkeit. Wenn ich mal irgendwo bin und ein kleines Kind fragt mich: 'Zeig mir mal ein paar Tricks.' Muss ich sagen: 'Ich kann keine Tricks.' Die wollen dann immer irgendwelche Zaubereien sehen, Ball hochhalten, viermal um die eigene Achse und sowas. Aber das war noch nie mein Fachgebiet."

"Ich weiß, dass jedes Tor gleich viel zählt, nämlich immer eins. Ich weiß auch, wenn man nur schöne Tore nehme, hätte ich nicht so viele auf dem Konto."

"200 Ballkontakte? Dafür brauche ich eine ganze Saison."

Scherze mit den Journalisten

Nach einer 1:3 Niederlage des FC Bayern bei Bayer Leverkusen:"Durchs Reden kriegen wir eh keine Punkte. Deshalb ist es egal, was ich hier sage."

Auf die Frage, ob Deutschland nach dem Sieg gegen Italien nun Europameister 2016 werden will: "Nein, es war immer ganz klar unser Ziel, im Halbfinale auszuscheiden und dementsprechend werden wir auch mit einer laschen Einstellung am Donnerstag in die Partie gehen."

Vor dem UEFA-Champions-League-Finale 2013: "Ich kann ja nur von mir sprechen, ich weiß ja nicht, wie sich die anderen fühlen. Die haben natürlich nicht diese Mordserfahrung auf dem Buckel, wie ich mit meinen 23 Jahren."

Späße mit seinen Teamkollegen

Über den Kleidungsstil von Jérôme Boateng (31): "Der trägt das mit einer Inbrunst - das passt einfach. Wenn ich so etwas tragen würde, würden mich alle fragen, ob jetzt ganzjährig Fasching ausgebrochen ist."

Zu Champions-League-Sieger und Ex-DFB-Teamkollege Sami Khedira (32) bei dessen Ankunft zur WM-Vorbereitung WM 2014: "Noch Muskelkater vom Pokalhochheben?"

Zu seinem FCB-Teamkollegen Manuel Neuer (33), als der im Training einen Strafstoß von Müller nicht parieren konnte: "Immerhin - mental warst du an der richtigen Ecke."

FC Bayern München vs. DFB-Team

Im Jahr 2000 wechselte Thomas Müller von seinem Heimatklub TSV Pähl zum FC Bayern München. Dort durchlief er von der D-Jugend an alle Jugendmannschaften und schaffte es 2009 in den Kader der Profis - für ihn ging damit ein Traum in Erfüllung. Eines seiner Vorbilder ist Gerd Müller (73), der "Bomber der Nation", der von 1964 bis 1979 beim FC Bayern spielte. Seitdem mauserte sich Thomas Müller zum Stammspieler. Sein Vertrag läuft noch bis zum 30. Juni 2021.

In der A-Nationalmannschaft feierte Müller im März 2010 sein Debüt. Im gleichen Jahr gehörte er dem Kader für die Weltmeisterschaft in Südafrika an. Im ersten Gruppenspiel schoss er sein erstes Tor in einem A-Länderspiel. Aus Südafrika kam er als Torschützenkönig und bester junger Spieler des Turniers zurück. Das DFB-Team wurde WM-Dritter. 2014 wurde Müller Weltmeister in Brasilien.

Im März 2019 kündigte Bundestrainer Joachim "Jogi" Löw (59) einen Umbruch des DFB-Teams an, infolgedessen er bekanntgab, dass Thomas Müller, Jérôme Boateng und Mats Hummels (30) in Zukunft nicht mehr zum deutschen Kader gehören werden. "Wir wollen der Mannschaft ein neues Gesicht geben", so Löw damals.

Müller reagierte in Form einer Video-Botschaft auf sein Aus im DFB-Team. Er sei "perplex" über Löws endgültige Entscheidung. Über die Art und Weise, "wie das Ganze abgelaufen ist", sei er "einfach sauer". Das sei "aus meiner Sicht kein guter Stil und hat mit Wertschätzung nichts zu tun". Seinen Fans sagte er: "Ich war immer stolz, das DFB-Trikot zu tragen. Ich habe immer alles gegeben. Es war eine unglaubliche Reise. Ich bin ein Kämpfer und werde nach vorne schauen. Das Spiel ist noch nicht aus."

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