Thomas Markle findet: Meghan & Harry sind gegenüber Kindern "furchtbar unfair"

Prince Harry und Meghan bei den jährlichen Endeavour Fund Awards in London im März 2020.
Prince Harry und Meghan bei den jährlichen Endeavour Fund Awards in London im März 2020. © picture alliance, Kirsty Wigglesworth

Thomas Markle im Interview

Prinz Harry (37) und Meghan Markle (40) sollen Meghans Vater Thomas Markle (77) seine Enkelkinder Archie und Lilibet vorenthalten. Schon seit längerem fordert er, die Kids endlich sehen zu dürfen. Nun erhebt er in einem Interview mit dem australischen Fernsehsender „Australia's Channel 7 Sunrise“ Vorwürfe gegen seine Tochter und seinen Schwiegersohn. Der 77-Jährige behauptet, das Paar sei seinen Enkelkindern gegenüber "furchtbar unfair", weil es die Kinder von Verwandten wie ihm, ihrem Großvater Prinz Charles und der Urgroßmutter, Queen Elizabeth, II fernhalten würde.

Thomas Markle: "Ich finde, das ist furchtbar unfair ihnen gegenüber“

Das Vater-Tochter-Verhältnis zwischen Thomas Markle und Herzogin Meghan ist bereits seit längerem angespannt und ziemlich entfremdet. Auch, weil er seinen Enkelsohn Archie (2) und die drei Monate alte Lilibet bisher noch nicht zu Gesicht bekommen hat.

Im Interview mit Channel 7 übt er nun Kritik an seiner Tochter. Es sei ihre „Einstellung“, dass er seine Enkel nicht sehen dürfe. Das einzige Familienmitglied, das derzeit regelmäßig Zugang zu den Kindern habe, sei Meghans Mutter und seine Ex-Frau Doria Ragland.

"Ich denke, ihnen (Archie und Lilibet, Anm. d. Red.) wird vorenthalten, ihre Großeltern zu sehen. (...) Und ich finde, das ist furchtbar unfair ihnen gegenüber“, so Thomas Markle Sunrise zu Channel 7.

Prinz Harry und Meghan sollen „ihre Pflichten erfüllen“

Auf die Frage, ob er rechtliche Schritte in Betracht ziehen würde, um die Kinder zu sehen, sagte der 77-Jährige: „Ich habe Angebote von mehreren Anwälten eingeholt, weil wir das Recht haben, unsere Enkelkinder zu sehen.“ Weiter sagt er jedoch auch: „Aber für mich ist das, als würde ich versuchen, in ein Spiel einzusteigen und sie wie Spielfiguren zu benutzen. Ich werde sie (Meghan und Harry, Anm. d. Red.) nicht anflehen, weil ich einfach denke, dass sie sie (Archie und Lilibet, Anm. d. Red.) ausnutzen und ich nicht vorhabe, das zu tun. Sie sollten nicht ausgenutzt werden, es sind doch noch Babys. Also nein, ich werde warten. Ich werde geduldig warten, bis sie bereit sind, sie mir zu vorzustellen. Aber solange meine Tochter die Einstellung hat, dass sie nicht möchte, dass ich sie sehe, wird es so sein.“

Außerdem fordert Thomas Markle, dass Prinz Harry, Meghan und die Kids nach England zurückkehren und „ihre Pflichten erfüllen“, weil es besser für sie sei. In England seien sie besser geschützt als in ihrem jetzigen Wohnort Montecito.

2020 hatte die Familie Großbritannien verlassen und lebt nun im kalifornischen Montecito.

Prinz Harry habe „als Ehemann versagt“

Auch gegen seinen Schwiegersohn teilte Thomas Markle aus. Er habe seinen Schwiegersohn noch nicht getroffen und Prinz Harry habe ihn vor der Hochzeit im Jahr 2018 auch nicht kontaktiert, um um um die Hand seiner Tochter anzuhalten. Er findet, der Prinz habe außerdem „als Ehemann total versagt“, als es darum ging, mit Meghan psychischen Problemen umzugehen: „Wenn eine Frau oder ein Kind zu mir käme und sagen würde, sie oder es hätte psychische Probleme und denke an Selbstmord – ich würde sie direkt zu einem Arzt bringen. Ich müsste nicht erst zu jemandem gehen und mich erkundigen.“

In einem Interview mit US-Talkshow-Moderatorin Oprah Winfrey hatte Meghan von psychischen Problemen und Suizidgedanken gesprochen. Nun beschuldigt Thomas Markle Prinz Harry, er habe Meghan “offensichtlich nicht so gut unterstützt”.

Ob es ihm mit den Vorwürfen und Anschuldigungen gegen seine Tochter und seinen Schwiegersohn gelingt, eine Beziehung zu seinen Enkelkindern aufzubauen, bleibt fraglich. (rla)