Hoffnung für "Nightwish"-Star Floor Jansen

Diese prominenten Frauen überlebten Brustkrebs

Anastacia, Kylie Mingue und Sylvie Meis gelten heute alle als geheilt vom Brustkrebs.
Anastacia, Kylie Mingue und Sylvie Meis gelten heute alle als geheilt vom Brustkrebs. © picture alliance

Gerade schockte „Nightwish“-Sängerin Floor Jansen ihre Fans mit der Nachricht, dass sie an Brustkrebs erkrankt ist. Am 28. Oktober werde ihr ein Tumor entfernt, ihre Prognose sei gut, so die 41-Jährige. Die Diagnose sei aber „ein Schock“ gewesen. Das können andere prominente Brustkrebs-Erkrankte natürlich nachvollziehen. Ihre Geschichten werden Floor sicher Hoffnung machen, denn Brustkrebs ist heilbar, wie wir an den folgenden Beispielen zeigen.

Lesetipp: Was Frauen über Symptome und Behandlung von Brustkrebs wissen sollten

Sylvie Meis ertastete 2009 eine Verhärtung in der Brust

Bei Sylvie Meis wurde 2009 Brustkrebs diagnostiziert.
Bei Sylvie Meis wurde 2009 Brustkrebs diagnostiziert. © IMAGO/Future Image, IMAGO/Frederic Kern, www.imago-images.de

„Es vergeht kein Tag, an dem ich nicht an das denke, was ich damals erlebt habe!", sagt Sylvie Meis (44) über ihr Krebserkrankung. 2009 ertastete sie eine Verhärtung in der Brust. Es folgte die Schockdiagnose Brustkrebs, Damals war Sylvie gerade erst 31 Jahre alt.

Der Tumor wurde operativ entfernt und Sylvie unterzog sich einer Chemotherapie. Heute gilt die Niederländerin als geheilt.

„Als Frau muss man das erst einmal durchstehen. Natürlich wird man durch den Verlust seiner Haare unsicher, natürlich wird man unsicher, wenn man morgens in den Spiegel schaut und komplett kahl ist. Man verliert ja nicht nur seine Haare, man hat auch keine Augenbrauen oder Wimpern", erinnert sich Sylvie an die dunkelste Zeit ihrer Therapie. Die Krebsmedikamente, die sie nehmen musste, lösten bei ihr zudem frühe Wechseljahre aus. Auch ihren Wunsch nach einem weiteren Kind musste Sylvie begraben, wie sie unten im Video erzählt.

Sylvie Meis kann nicht mehr schwanger werden
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Sylvie Meis kann nicht mehr schwanger werden

Kylie Minogues offener Umgang mit dem Brustkrebs löste den "Kylie-Effekt" aus

Kylie Minogue hat eine Brustkrebserkrankung überstanden.
Kylie Minogue hat eine Brustkrebserkrankung überstanden. © imago images/teutopress, teutopress GmbH, via www.imago-images.de, www.imago-images.de

2005 machte Kylie Minogue (54) ihre Brustkrebserkrankung öffentlich. Damals war sie erst 36 Jahre alt und auf dem Höhepunkt ihrer Karriere, die australische Sängerin war gerade auf Tour. Der Knoten wurde operativ entfernt und Kylie musste sich eine sechsmonatigen Chemotherapie unterziehen. Genau wie bei Sylvie Meis verlor auch sie ihre Haare und musste den Traum von einem Kind begraben, weil sie frühzeitig in die Wechseljahre kam.

Darauf kaute Kylie lange herum. „Ich war 36, als ich die Diagnose erhalten habe. Realistisch gesehen bist du dann schon zu spät dran. Auch wenn Kinder zu jener Zeit nicht auf meiner Agenda standen, hat der Krebs trotzdem alles verändert. Ich will nicht darauf herumreiten, aber trotzdem frage ich mich, wie es wohl gewesen wäre“, sagte sie 2019 im Interview mit dem Magazin „Style“,

Heute gilt Kylie Minogue als geheilt. Über ihre Erkrankung zu sprechen, fällt ihr allerdings auch so viele Jahre später immer noch schwer, wie sie zugibt. Allerdings hat ihr offener Umgang mit dem Brustkrebs vermutlich vielen Australierinnen das Leben gerettet. Nachdem Kylie ihre Erkrankung publik gemacht hatte, schnellte die Inanspruchnahme von Vorsorgeuntersuchungen um 30 Prozent in die Höhe. Australische Ärzte nannten das Phänomen den „Kylie-Effekt".

„And Just Like That“-Star Cynthia Nixons Mutter hatte auch Brustkrebs

"Sex ad the City"-Star Cynthia Nixon wurde 2016 mit Brustkrebs diagnostiziert.
"Sex ad the City"-Star Cynthia Nixon wurde 2016 mit Brustkrebs diagnostiziert. © IMAGO/ZUMA Wire, IMAGO/Ron Adar, www.imago-images.de

„Sex and the City“-Star Cynthia Nixon (56) erhielt 2016 die Diagnose Brustkrebs. Heute gilt sie nach Operation und Chemotherapie als geheilt und ist aktuell in der SATC-Fortsetzung „And Just Like That“ wieder in ihre Rolle als Miranda geschlüpft.

Lesetipp: Hier können Sie „And Just Like That“ bei VOX und auf RTL+ sehen

Schon vor ihrer Diagnose hatte sich Cynthia aus traurigem Grund für eine Verbesserung des amerikanischen Gesundheitssystems eingesetzt. Ihre Mutter war als junge Frau an Brustkrebs erkrankt und hatte Angst, sich die lebensrettende Behandlung nicht leisten zu können.

Manuela Schwesig: "Habe schon einige Kämpfe in meinem Leben geführt und werde auch diese führen"

Manuela Schwesig war optimistisch: „Die gute Nachricht: dieser Krebs ist heilbar".
Manuela Schwesig war optimistisch: „Die gute Nachricht: dieser Krebs ist heilbar". © IMAGO/Christian Spicker, www.imago-images.de

SPD-Politikerin Manuela Schwesig machte ihre Brustkrebsdiagnose im September 2019 öffentlich und gab ihr Amt als kommissarische SPD-Vorsitzende zurück. „Die gute Nachricht: dieser Krebs ist heilbar", sagte die heute 48-Jährige damals optimistisch. „Viele Frauen in Deutschland erkranken an Brustkrebs. Viele Frauen zeigen, dass diese schlimme Krankheit heilbar ist. Ich habe schon einige Kämpfe in meinem Leben geführt und werde auch diese führen“, erklärte sie in ihrem Statement. Es sei ihr wichtig, offen mit der Krankheit umzugehen

Seit 2020 gilt die Mutter zweier Kinder wieder als geheilt.

Sängerin Anastacia überlebte Brustkrebs gleich 2 Mal

Sängerin Anastacia gehört zu den prominenten Brustkrebsüberlebenden.
Sängerin Anastacia gehört zu den prominenten Brustkrebsüberlebenden. © Balkis Press / ABACA

Gleich zwei Mal wurde bei Sängerin Anastacia Brustkrebs diagnostiziert: 2003 hatte sie gedacht, die Krankheit erfolgreich besiegt zu haben, doch 2013 kam der Krebs zurück. Daraufhin ließ sich die heute 54-Jährige vorsorglich beide Brüste abnehmen und neu rekonstruieren.

Ihre Narben versteckt die Sängerin, der mit „I’m Outta Love“ der Durchbruch gelang, bewusst nicht. „Sie sind ein Teil einer Reise und erinnern mich an alles, was ich mit der Mastektomie durchgemacht habe“, verriet sie 2016 im Interview mit dem ‚Fault‘-Magazin. „Ich bin noch am Leben. Und um meine Geschichte zu erzählen, deswegen bin ich noch hier!“

Brustkrebs muss kein Todesurteil sein

Brustkrebs gilt als die häufigste Krebsart bei Frauen: Knapp 70.000 Mal im Jahr stellen Ärztinnen und Ärzte laut der Deutschen Krebsgesellschaft die Diagnose „Mammakarzinom". Über 17.000 Frauen sterben jährlich an Brustkrebs und seinen Folgen. Wird der Krebs rechtzeitig erkannt und behandelt, stehen die Chancen auf Heilung gut.

Nehmen Sie regelmäßige Termine bei Ihrem Frauenarzt wahr und lassen Sie sich dort zeigen, wie Sie Ihre Brust selbst abtasten können. Die Krebsvorsorge beginnt dann zwischen 40 und 45 Jahren. Wenn in der Familie bereits Brustkrebserkrankungen vorliegen, zahlt die Kasse eine Mammografie auch schon eher. (csp)

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