Stephen King über die Oscars: Klarstellung nach harscher Kritik

Stephen King über die Oscars: Klarstellung nach harscher Kritik
Stephen King fühlt sich missverstanden © Maja Hitij/picture-alliance/Cover Images, WENN

Schriftsteller Stephen King hatte auf Twitter geschrieben, persönlich auf Vielfalt im Bereich der Kunst keinen besonders großen Wert zu legen. Nach einem Shitstorm stellt er seine Aussage klar.

Stephen King (72) hatte auf Twitter seine Meinung kundgetan. Das ist etwas, das schnell nach hinten losgehen kann, denn ein Shitstorm entsteht schneller als eine Erkältung in einer kühlen Winternacht. Das musste auch Stephen erfahren. Das Thema waren die Oscars. Nachdem die Nominierungen bekannt gegeben worden waren, hagelte es Kritik, die Auswahl sei nicht divers genug.

Stephen King ist die Qualität am wichtigsten

So seien nicht genügend Afro-Amerikaner und Frauen in den Kategorien vertreten, die gemeinhin als die wichtigsten angesehen werden. Stephen sah sich daraufhin bemüßigt auf Twitter zu erklären, dass er als wählendes Mitglied der Oscars nicht auf Vielfalt, sondern nur auf die Qualität der Werke achten würde. Doch das sah nicht jeder so, und so wurde der Autor unter anderem von Filmemacherin Ava DuVernay angegriffen. In einem offenen Brief in der 'Washington Post' rechtfertigte sich Stephen nun, indem er erklärte, niemals für eine Kontroverse haben sorgen zu wollen: "Ich habe kürzlich eine dieser Grenzen überschritten, indem ich auf Twitter etwas gesagt habe, das ich nicht für kontrovers hielt: 'Ich würde nie auf Vielfalt in der Kunst achten. Nur auf die Qualität. Es erscheint mir falsch, das anders zu handhaben.' Es ging um die Oscars."

Ist damit ein Schlussstrich gezogen?

Seine Botschaft sei aber keine des Ausschlusses oder des Rassismus gewesen, sondern des Gegenteils davon: "Ich habe auch gesagt, dass diejenigen, die über kreative Talente urteilen, blind sein sollten, was Herkunft, Sexualität oder Geschlecht angeht. Urteile über kreative Talente sollten blind getroffen werden. Aber das wäre in einer perfekten Welt der Fall; in einer, in der das Spiel nicht immer zugunsten der weißen Leute ausgeht. Kreative Ergebnisse können von jedem erzielt werden, unabhängig von Herkunft, Farbe, Geschlecht und Sexualität; kreative Werke werden reichhaltiger, mutiger und aufregender, wenn sie divers sind. Sie werden aber durch ihre Qualität definiert." Ob Stephen King seine Kritiker damit beruhigt hat?

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