Stella McCartney: Ihr Vater Paul brachte sie zur Second-Hand-Mode

Stella McCartney: Ihr Vater Paul brachte sie zur Second-Hand-Mode
Beatles-Tochter Stella McCartney ist inzwischen eine bekannte Modedesignerin © Landmark Media/ImageCollect, SpotOn

"Ich hatte als Kind wenig Geld"

Stella McCartney (47) ist als Designerin für ihre nachhaltige und tierfreundliche Ausrichtung bekannt. Das kommt nicht von ungefähr, wie die Britin jetzt im Interview mit dem Magazin "Porter Edit" verraten hat. Denn in dieser Hinsicht haben sie vor allem die Erziehungsmethoden ihrer Eltern Paul (77) und Linda McCartney (1941 - 1998) geprägt, wie die Tochter des berühmten Beatles erklärte.

"Ich bin in einer Familie aufgewachsen, die nichts wegwirft", so die 47-Jährige. "Und es klingt albern, aber ich hatte als Kind nicht viel Geld." Statt sich regelmäßig neuwertige Sachen zu kaufen, habe sie als Heranwachsende vor allem gebrauchte Kleidung gekauft. "Meine Mutter und mein Vater waren echt clever: Ich ging auf eine Gesamtschule und bekam keinen Haufen Geld, also ging ich in Vintage- und Secondhand-Läden, um Kleidung zu kaufen", sagte Stella McCartney.

Erziehungskonzept für die Zukunft

Ihrer Meinung nach sei das ein Konzept, auf das auch Eltern heutzutage zurückgreifen sollten. "Ich denke, das hat auch Zukunft. Ich will Kinder dazu ermutigen, sich Kleidung auszuleihen und gebraucht zu kaufen, weil man nicht immer auf diese schnelle Lösung setzen sollte. Es ist viel aufregender und cooler."

Der umweltfreundliche Lebensstil ihrer Eltern präge sie bis heute. Stella McCartney ist überzeugte Vegetarierin und Tierschützerin. Ihre Kollektionen entwirft sie stets ohne Leder und Pelze. Wolle und Seide bezieht sie nachhaltig und schadstofffrei. "Ich bin auf einem Bio-Bauernhof aufgewachsen und mit was ich jetzt meinen Lebensunterhalt verdiene, ist eigentlich wirklich Landwirtschaft. Meiner Meinung nach erkennen das die meisten Leute nicht: Dass wir Modedesigner eigentlich nur das Land bewirtschaften, aber anstatt, dass wir Gemüsepattys daraus machen, machen wir eine Jacke."

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