In einem Interview erinnert er sich an schreckliche Momente zurück

Star-Geiger David Garrett über Herzprobleme und Panikattacken: „Ich habe wirklich gedacht, ich sterbe"

David Garrett spielt Geige
Star-Geiger David Garrett © deutsche presse agentur

Star-Geiger David Garrett (41) blickt auf eine beachtliche Karriere zurück. Sowohl national als auch international begeistert er Fans mit seiner Musik. Er ist schon seit Jahren auf der Überholspur, jettet von Land zu Land, um Konzertbesucher auf der Bühne in seinen Bann zu ziehen. Doch 2015 bekam er plötzlich gesundheitliche Probleme – es war sein Herz. In einem Interview erinnert er sich an diese angsterfüllte Zeit zurück.

„Wenn du es einmal erlebt hast, willst du es nicht noch mal erleben“

„Vor Auftritten fing mein Herz an, heftig nach oben zu pochen. Ich hatte das Gefühl, ich laufe mit Adrenalin voll. Mein ganzer Körper hat gezittert und vibriert. Ich hätte die Wände rauf und runter gehen können. Ich habe in diesen Momenten wirklich gedacht, ich sterbe“, erzählt David Garrett im Gespräch mit „Bild“. Die Gründe waren damals Herzprobleme und heftige Panikattacken. Über ein Jahr lang ging das so – etwas, was der 41-Jährige nie wieder erleben möchte.

Auslöser der Beschwerden: viel zu viel Arbeit. „Ich habe in dieser Zeit wirklich die Kerze an beiden Enden angezündet und bin zu Konzerten ständig zwischen den Zeitzonen hin- und hergeflogen. Das war unglaublicher Stress und Druck, dem ich ausgesetzt war“, erinnert er sich zurück.

David Garret zieht die Notbremse

Die ganzen Reisen seien für ihn irgendwann eine echte Herausforderung geworden. An Flughäfen habe er zeitweise sein Gepäckband nicht gefunden, weil er vergessen hätte, aus welcher Stadt er gerade kommt. Seine Konzerte seien zudem immer so eng getimt gewesen, dass er jede Möglichkeit genutzt habe, um zu üben: „Oft hinten im Van im Schneidersitz, was mir später einen Bandscheibenvorfall einbrachte. Ich habe sogar auf der Flugzeug-Toilette Geige geübt, als die anderen geschlafen haben. Es war einfach nicht anders möglich, sich auf ein Programm vorzubereiten. Selbst gegessen habe ich zwischen den Konzerten nur noch im Gehen, es war einfach keine Zeit dafür.“

David, der sein Leben am Limit auch in seiner Autobiografie „Wenn ihr wüsstet“ zur Sprache bringt, schaltete daraufhin einen Gang zurück: „Es war schon fünf vor zwölf und ich musste mein Tempo komplett herunterfahren. Mein Körper hat mir gesagt, dass es so nicht weitergeht.“ (dga)

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