"GoFundMe" wittert Böses

Spendenkampagne für Amber Heard gestoppt: Steckte Betrügerin hinter dem Aufruf?

01.06.2022, USA, Fairfax: Amber Heard wartet vor der Verlesung des Urteils im Fairfax County Circuit Courthouse. Im Verleumdungsprozess zwischen Hollywood-Star Johnny Depp und seiner Ex-Ehefrau Amber Heard hat sich die Jury größtenteils auf die Seite
Amber Heard soll die hohen Kosten nicht zahlen können. © dpa, Evelyn Hockstein, hjb

Amber Heard (36) soll nach dem Urteil im Verleumdungsprozess gegen Johnny Depp (58) mehr als zehn Millionen US-Dollar an ihren Ex-Mann zahlen - doch das kann sie angeblich nicht. Auch eine auf der Plattform GoFundMe gestartete Spendenkampagne für die Schauspielerin wurde nun gelöscht. Es gab offenbar Hinweise darauf, dass sich eine dritte Partei womöglich bereichern wollte.

Verleumdungsprozess in den USA

Eine Nutzerin hatte die Kampagne unter dem Titel „Gerechtigkeit für Amber Heard“ gestartet, wie das US-Promi-Portal TMZ berichtet. Das angesetzte Spendenziel war demnach eine Million US-Dollar. Ein Sprecher von GoFundMe habe bestätigt, dass der Aufruf entdeckt wurde, bevor größere Summen eingegangen seien. Verdächtig: Die Plattform habe festgestellt, dass die Kampagne weder von Heard noch von jemandem aus ihrem Team erstellt worden war. Man sei auch künftig auf der Hut, wenn es um mögliche Betrugsversuche gehe.

Stattdessen sei die Kampagne von einer Userin namens Kimberly Moore ins Leben gerufen worden, berichtet „Daily Mail“. Sie soll zudem behauptet haben, in direktem Kontakt Amber Heards Anwälten zu stehen. „Ich glaube, Amber und Social Media haben den Missbraucher geschützt“, soll es auf der GoFundMe-Seite geheißen haben. „Das Urteil übersteigt ihr Vermögen. Es ist so traurig, dass es möglich war, dass er mit dem Missbrauch davonkommt. Das Urteil unterstützt das. Wenn ihr könnt, bitte helft ihr.“

Amber Heard kann Strafe "definitiv nicht" zahlen

Depp hatte Heard wegen eines Beitrags, den sie 2018 in der "Washington Post" veröffentlicht hatte, auf 50 Millionen Dollar verklagt. Darin hatte sie behauptet, Opfer von häuslicher Gewalt zu sein. Ihren Ex-Mann hatte sie aber nicht namentlich erwähnt. Die Geschworenen hatten nach einem rund sechswöchigen Prozess, in dem sich die beiden Seiten erbittert bekämpft hatten, dennoch geurteilt, dass sie sich der Verleumdung schuldig gemacht habe.

Heard hatte eine Gegenklage in Höhe von 100 Millionen Dollar eingereicht. Ein früherer Anwalt Depps habe die Schauspielerin verleumdet, stellte die Jury fest, weshalb dem Hollywoodstar eine Zwei-Millionen-Strafe auferlegt wurde. Amber Heard plane nun, in Berufung zu gehen, heißt es. Finanziell könnte sie die Hilfe ihrer Fans aber sicher gut gebrauchen...

spot on news /lsc

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