Frustrierender Rückfall in alte Muster

Die Dämonen sind zurück! Sophia Thiel: "Ich hatte wieder Essanfälle"

Sophia Thiel gesteht Rückfall in Verhaltensmuster ihrer Essstörung.
Sophia Thiel ist hinsichtlich ihrer Essstörung immer noch gefährdet © sophia.thiel / Instagram

Sophia Thiel (27) hat keine guten Nachrichten für ihre Instagram-Follower. In ihrer aktuellen Story gesteht die Fitness-Bloggerin, dass es ihr zurzeit mental nicht gut gehe, ihre Essstörung mache sich wieder bemerkbar: „Meine alten destruktiven Verhaltensmuster haben mich wieder eingeholt.“ Aber Sophia gibt sich kämpferisch.

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Die Essstörung hat Sophia wieder eingeholt

„Bei mir läuft es momentan ein bisschen suboptimal. Ich möchte jetzt nicht sagen, dass ich einen fetten Rückfall habe, aber meine Dämonen holen mich doch immer wieder ein“, beginnt Sophia Thiel ihre Instagram-Story. Damit meint sie die Verhaltensmuster ihrer Essstörung: Die Bloggerin gesteht, dass sie wieder Essanfälle hatte.

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Ob der Umzug neulich oder Stress im Allgemeinen den Rückfall zusätzlich begünstigt haben, kann sie selber nicht genau sagen. Sophia glaubt aber eher an die „Drei-Monats-Regel“, die seit zehn Jahren immer wieder bei ihr greift. „Nach drei Monaten ambitioniertem Training und ‘strengerer’ Ernährung (genau DANN, wenn ich erste Erfolge sehe), falle ich raus und verliere die Kontrolle“, schreibt sie bei Instagram.

Für sie sei der Rückfall in alte Verhaltensmuster „unglaublich frustrierend“. Sie habe sich schließlich schon auf dem „richtigen Weg“ gesehen. „Manchmal denkt man, dass es einem automatisch gut geht, wenn man keine Essanfälle hat (oder beispielsweise bei einer Magersucht viel isst), aber das kann einfach nur die andere Seite des Pendels sein, wohin es ausschlägt“, schreibt Sophia. Aus zu starker Kontrolle werde dann eben Kontrollverlust.

Im Video: So rutschte Sophia Thiel in die Essstörung

Sophia Thiel und ihr krasser Körper-Kampf
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Sophia Thiel und ihr krasser Körper-Kampf

Sophia denkt über einen stationären Therapieaufenthalt nach

Sophia möchte mit ihrem Geständnis niemanden „runterziehen“ oder „belasten“, es sei ihr nur wichtig, Essstörungen und Depressionen zu „enstigmatisieren“. „Mir hat es immer super geholfen zu wissen, dass ich damit nicht alleine bin“, macht sie deutlich.

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Ihren „Dämonen“ will sie jetzt so schnell wie möglich den Kampf ansagen: „Ich hatte schon lange keine Therapiestunde und ich habe auch darüber nachgedacht, mir stationäre Hilfe zu suchen, um den Kreislauf zu durchbrechen. Es ist so wichtig, das Thema anzugehen!“ (csp)

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