So schonen Ihre Haustiere die Umwelt

So schonen Ihre Haustiere die Umwelt
Auch die Haustierhaltung kann nachhaltiger werden. © lowpower225/Shutterstock.com, SpotOn

Nachhaltige Streu und Co.

Rund 15,7 Millionen Katzen und 10,7 Millionen Hunde gibt es in deutschen Haushalten. Ihre menschlichen Mitbewohner können einiges tun, damit die Vierbeiner nachhaltig und glücklich leben. Mit diesen Tipps schonen Tierfreunde Umwelt und oft auch das Portemonnaie:

Umweltschutz durch nachhaltige Katzenstreu

Mehr als 630.000 Tonnen nicht wieder verwertbarer Abfall fallen jährlich in Deutschland durch mineralische Katzenstreu an. Die Plant Litter Association (PLA) hat die Initiative "Cats for Future" ins Leben gerufen, um auf dieses wachsende Müllproblem aufmerksam zu machen. PLA-Repräsentant Michael Behnke, der seit 2014 an der American University of Paris unterrichtet, erklärt, dass es im Handel bereits "seit Jahren eine nachhaltige Alternative aus Pflanzenfasern gibt, mit deutlich besserer Produktleistung als übliche Mineralstreu". Die kompostierbare Streu aus Pflanzenfasern ist laut der Initiative "die nachhaltigste und effektivste Form, die Umwelt zu schonen". Sie verursache durch kurze Transportwege weniger CO2, sei nur halb so schwer wie mineralische Streu und könne bis zum siebenfachen ihres Gewichts an Flüssigkeit aufnehmen. Ein Katzenhaushalt könne damit das jährliche Müllaufkommen um 200 Kilogramm auf bis zu 64 Kilogramm reduzieren. Der organische Abfall ist zudem für eine Entsorgung im Bioabfall geeignet. In einigen deutschen Kommunen wird das bereits umgesetzt.

Nachhaltige Hundekotbeutel für saubere Umwelt

Auch die Hinterlassenschaften von Hunden können Menschen umweltfreundlich entsorgen, wenn sie auf die Produktauswahl achten. Biologisch abbaubare Hundekotbeutel statt Plastiktüten sorgen für Nachhaltigkeit auf Spaziergängen mit dem Vierbeiner. Kompostierbare Beutel, die ohne Erdöl hergestellt werden, gibt es aus Papier oder Pappe. Sie gelten als klimafreundlichste Alternative zu den Plastikbeuteln.

Umweltfreundliche Nahrung

Beim Futter lässt sich viel für die Ökobilanz tun - nicht nur, indem man auf lokale und nachhaltige Produzenten setzt. Zahlreiche Haustiere sind übergewichtig, Studien zufolge sollen etwa 50 Prozent der Vierbeiner betroffen sein. Die Nahrung für sie zu reduzieren, hilft damit nicht nur dem Klima, sondern oft auch Hund oder Katze selbst. Beim Kauf des Futters können die Fellnasen-Freunde auf möglichst umweltfreundliche Verpackungen setzen - sowie das Tierfutter in größeren Mengen besorgen, um Müll einzusparen, wie unter anderem auch die Tierschutzorganisation Peta empfiehlt. Wer die Nahrung selbst kochen will, sollte sich vorher mit dem Tierarzt besprechen.

Spielzeug und Accessoires

Accessoires und Spielzeug für die tierischen Begleiter gibt es oftmals secondhand. Zudem gilt es, auf nachhaltige und langlebige Materialien zu achten. Bei jeder Anschaffung sollten sich die Haustier-Besitzer fragen, ob das neue Teil wirklich nötig ist - gerade Spielsachen für die pelzigen Freunde lassen sich auch aus Dingen basteln, die zu Hause bereits vorhanden sind: Kleidungsreste, alte Badematten, Papierrollen und Co. reichen aus, um Hund oder Katze zu bespaßen, wie zahlreiche Anleitungen im Netz zeigen. Wichtig ist, dass keine giftigen Materialien oder Kleinteile verwendet werden und die Sicherheit der Tiere gewährleistet ist.

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