'Singin' in the Rain'-Star Debbie Reynolds stirbt einen Tag nach ihrer Tochter Carrie Fisher

"Singin' in the Rain" und Mega-Skandal: Das Leben von Debbie Reynolds
Debbie Reynolds bei einem Auftritt in Los Angeles © Tinseltown / Shutterstock.com, SpotOn
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Affäre um Elizabeth Taylor

Einen Tag nach "Star Wars"-Star Carrie Fisher (1956-2016) ist deren Mutter Debbie Reynolds im Alter von 84 Jahren gestorben. Die Leinwand-Ikone soll einen Schlaganfall erlitten haben, als sie mit ihrem Sohn Todd die Beerdigung ihrer Tochter geplant hatte. "Ich vermisse sie so sehr, ich möchte bei Carrie sein", soll Reynolds laut "TMZ" kurz vor ihrem Tod gesagt haben. Die Schauspielerin war "eine der letzten Legenden aus Hollywoods Golden Age", schrieb "People" nach Reynolds' Tod. Sie sei "Schauspielerin, Sängerin, Tänzerin, Unternehmerin, Menschenfreund und Historikerin" gewesen.

Geboren wurde Reynolds als Mary Frances in Texas. Als sie sieben Jahre alt war, zog die Familie nach Kalifornien. Dort wurde sie im Alter von 16 bei einem Schönheitswettbewerb von einem Talent-Scout, der für Warner Bros. arbeitete, entdeckt. Sie bekam einem Vertrag bei dem Filmstudio. Den Schönheitswettbewerb nannte sie später "den Wendepunkt" ihres Lebens: "Mein Outfit kam von der Heilsarmee. Ich hatte keine High Heels", sagte sie "People" im Jahr 2011 über ihre Entdeckung.

Frühe Karriere

Anschließend drehte sie fünf Filme in drei Jahren, unter anderem mit Fred Astaire. Der Durchbruch kam aber mit ihrem sechsten Streifen, der Musical-Komödie "Singin' in the Rain". Und das, obwohl Reynolds zuvor gar nicht tanzen konnte, fünf Monate lang trainierte sie vor dem Dreh, wie sie später erzählte.

Nach "Singin' in the Rain" (1952) folgten weitere Publikumserfolge für Reynolds wie "Eine Nacht mit Susanne" (1954) oder "Die zarte Falle" (1955) mit Frank Sinatra. Er und Reynolds wurden Freunde. Sinatra hatte sie auch davor gewarnt, Eddie Fisher das Ja-Wort zu geben, wie die Schauspielerin verriet. Sie heiratete den Sänger 1955 trotzdem, das Paar bekam zwei Kinder, Carrie und Todd. Am Ende der Ehe stand dann aber einer der größten Skandale der Hollywood-Geschichte.

Der große Skandal

Reynolds und Fisher waren sehr gut mit Elizabeth Taylor und Mike Todd befreundet. Nachdem Todd 1958 bei einem Flugzeugabsturz gestorben war, kümmerte sich Eddie Fisher um die junge Witwe. Die beiden wurden ein Paar, Fisher und Reynolds ließen sich 1959 scheiden, die Öffentlichkeit war damals aber auf ihrer Seite. Weitere Filmerfolge wie "Goldgräber-Molly" und eine Oscar-Nominierung folgten. Zudem hatte Reynolds offenbar auch nicht lange Liebeskummer: 1960 heiratete sie den Geschäftsmann Harry Karl. Die Ehe hielt 13 Jahre. Von 1984 bis 1994 war sie zudem mit dem Unternehmer Richard Hamlett verheiratet.

Reynolds war - neben ihrer Wohltätigkeitsarbeit - auch eine leidenschaftliche Sammlerin von wertvollen Erinnerungsstücken aus der Welt Hollywoods: Sie hortete Kleider von Marilyn Monroe oder Judy Garland, besaß einen Hut von Charlie Chaplin. Später stellte sie die Stücke in Las Vegas aus. Dort hatte sie ein Hotel und Casino gekauft. Die Investition war allerdings unrentabel, nach der Scheidung von Hamlett musste Reynolds Insolvenz anmelden. Viele ihrer Sammlerstücke wurden bei Auktionen versteigert.

Nach eher ruhigeren Zeiten in den 1970ern und 1980ern stand Reynolds auch wieder viel vor der Kamera, 1992 war sie unter anderem in "Bodyguard" zu sehen, von 1998 bis 2006 spielte sie eine Rolle in der TV-Serie "Will & Grace", 2013 stand sie noch für "Liberace - Zu viel des Guten ist wundervoll" vor der Kamera.

Privat machte die Schauspielerin reinen Tisch. Nach einer jahrelang angespannten Beziehung zu Carrie Fisher näherten sich Mutter und Tochter wieder an und hatten bis zuletzt ein enges Verhältnis. Und auch mit Elizabeth Taylor soll sich Reynolds ausgesöhnt haben. 2001 drehten die beiden "These Old Broads", das Drehbuch stammte von Carrie Fisher.

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