Sie will sich wehren

Sie soll Johnny Depp Millionen zahlen: Amber Heard legt Berufung ein

Amber Heard reagiert auf ersten TikTok-Clip von Johnny Depp
Amber Heard will weiter kämpfen © imago images/MediaPunch/Cliff Owen/CNP, SpotOn

Amber Heard (36) hat am Donnerstag US-Medienberichten zufolge Berufung gegen die Entscheidung eines Gerichts in Virginia eingelegt. Die Schauspielerin war in einem Verleumdungsprozess dazu verurteilt worden, ihrem Ex-Ehemann Johnny Depp (59) über zehn Millionen Dollar zu zahlen.

"Wir glauben, dass das Gericht Fehler gemacht hat"

Heards Anwälte reichten nun offenbar Dokumente bei einem Gericht von Fairfax ein. Darin sollen die Juristen mitgeteilt haben, dass Heard beabsichtigt, gegen das Urteil Berufung einzulegen. Auch gegen Entscheidungen, die die Richterin nach dem Prozess getroffen hat, will die Schauspielerin demnach vorgehen, dazu zählt unter anderem die Ablehnung von Heards Antrag auf Aufhebung des Urteils. "Wir glauben, dass das Gericht Fehler gemacht hat, die ein gerechtes und faires Urteil im Einklang mit dem ersten Verfassungszusatz verhindert haben", zitiert CNN aus einem Statement von Heards Team. "Wir legen daher Berufung gegen das Urteil ein."

So reagiert Johnny Depp

Ein Sprecher von Johnny Depp erklärte CNN dazu: "Die Jury hat sich die umfangreichen Beweise angehört, die während des sechswöchigen Prozesses vorgelegt wurden, und ist zu einem klaren und einstimmigen Urteil gekommen, dass die Angeklagte selbst Herrn Depp in mehreren Fällen diffamiert hat. Wir sind weiter überzeugt von unserem Fall und dass dieses Urteil Bestand haben wird."

Vor kurzem hatte eine Richterin aus Virginia bereits Anträge abgelehnt, die Heard eingereicht hatte, um das Urteil der Jury anzufechten.

Urteil im Prozess Amber Heard gegen Johnny Depp
01:37 Min

Urteil im Prozess Amber Heard gegen Johnny Depp

Das Urteil im Prozess

Anfang Juni gewann Depp nach rund sechs Prozesswochen die Verleumdungsklage gegen Heard. Er hatte sie wegen eines Beitrags, den sie 2018 in der "Washington Post" veröffentlichte, auf 50 Millionen Dollar verklagt. Darin behauptete sie, Opfer von häuslicher Gewalt zu sein. Ihren Ex-Mann hatte sie nicht namentlich erwähnt. Depp behauptete, der Beitrag habe dennoch seine Karriere ruiniert, seinen Ruf beschädigt und ihn viel Geld gekostet.

Die Geschworenen sprachen Depp 15 Millionen Dollar Schadenersatz zu, aber Heard muss aufgrund eines Gesetzes in Virginia, das Strafschadenersatz begrenzt, nur 10,35 Millionen Dollar zahlen. Außerdem wurden Heard zwei Millionen Dollar Schadenersatz für ihre Gegenforderungen gegen Depp zugesprochen. (spot on news)

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