Schwächelnde Quote für den Münster-"Tatort": Ist die Luft raus?

Schwächelnde Quote für den Münster-"Tatort": Ist die Luft raus?
Kommissar Thiel (Axel Prahl, l.) und Prof. Boerne (Jan Josef Liefers) grübeln, denn im "Tatort: Schlangengrube" landete ein Pinguin in der Rechtsmedizin © WDR/Thomas Kost, SpotOn

Tagessieg, aber...

Mehr als 12 Millionen Zuschauer schalteten am Sonntagabend (27. Mai) ein, um die Münsteraner Ermittler, Kommissar Frank Thiel (Axel Prahl) und Prof. Dr. Dr. Karl-Friedrich Boerne (Jan Josef Liefers), im "Tatort: Schlangengrube" zu sehen. Abermals eine beeindruckende Quote für das sonntägliche Kultformat!

Etwas anders sieht es allerdings innerhalb des Boerne- und Thiel-Kosmos' aus. Denn verglichen mit den bisherigen Quoten der Münster-Krimis ist diese Zuschauerzahl alles andere als ein neuer Rekord. Seit 2012 lockte kein Fall aus Münster weniger als 12,11 Millionen Menschen vor die Bildschirme - beim "Tatort: Hinkebein", der am 11. März 2012 ausgestrahlt wurde, saßen "nur" 11,78 Millionen vor den TV-Geräten. Den eigenen Rekord stellten Thiel und Boerne am 8. Mai 2015 mit dem "Tatort: Schwanensee" und 13,63 Millionen Zuschauern ein.

Warum schalteten weniger ein als sonst?

Dass es ausgerechnet am gestrigen Sonntag verhältnismäßig mau lief, ist umso erstaunlicher, als es die einzige Erstausstrahlung des beliebtesten Sonntagskrimi-Ermittlerteams in diesem Jahr war. Ist die Luft etwa raus?

Kritiker sagen, dass die Münsteraner Krimimacher nicht mit dem gewohnten Wortwitz- und Slapstick-Feuerwerk aufwarten konnten, sondern mit einem verhältnismäßig lieblos zusammengeklopften Film, bei dem auch der größte Fan nicht so richtig auf seine Kosten kam. Vielleicht ist die kleine Pause daher ja ganz gut und die Zuschauer erwartet im Jahr 2019 dann wieder ein echter Münsteraner Kracher.

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