Schriftsteller Amos Oz ist mit 79 Jahren verstorben

Mit 79 Jahren: Israelischer Schriftsteller Amos Oz ist gestorben
Amos Oz: In seinen Romanen geht es um die jüdische Geschichte © imago/Leemage, SpotOn

Tochter gibt Tod bekannt

"Mein geliebter Vater ist heute an Krebs gestorben", mit diesen Worten hat Fania Oz-Salzberger (58) den Tod des israelischen Schriftstellers Amos Oz ("Eine Geschichte von Liebe und Finsternis") bekanntgegeben. Er wurde 79 Jahre alt. In ihrem Tweet schrieb sie zudem, dass ihr Vater friedlich eingeschlafen sei, umgeben von seinen Liebsten. "Ich danke allen, die ihn geliebt haben", so die 58-jährige Historikerin.

Preisgekrönt und politisch aktiv

Der preisgekrönte Autor wurde unter dem Namen Amos Klausner in Jerusalem als Sohn ukrainischer Einwanderer geboren. Seine Romane handeln immer wieder vom Leben im Kibbuz und der Geschichte Israels. Sein Roman "Eine Geschichte von Liebe und Finsternis" machte ihn weltberühmt. Das Buch wurde 2015 mit Oscar-Gewinnerin Natalie Portman (37, "Black Swan") in der Hauptrolle verfilmt.

Zu seinen weiteren Werken gehören "Judas", "Mein Michael", "Der perfekte Frieden" oder "Ein anderer Ort". Seine Bücher wurden in 36 Sprachen übersetzt, was ihn zum meist übersetzten israelischen Autor macht. Er galt wiederholt als Kandidat für den Literaturnobelpreis, konnte die Auszeichnung aber nie in Empfang nehmen. Dafür erhielt er zahlreiche andere Auszeichnungen wie den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels (1992), den Goethepreis der Stadt Frankfurt am Main (2005) oder den Siegfried Lenz Preis (2014).

Oz war auch politisch aktiv. Er war Mitglied der Friedensbewegung Schalom Achschaw (Frieden jetzt) und sprach sich stets gegen die israelische Besatzungspolitik aus.

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