Sarah Connor rechtfertigt ihr Corona-Konzert: Es geht um Existenzen!

ARCHIV - Die Sängerin Sarah Connor nimmt am 27.05.2014 an einer Veranstaltung in Berlin teil.    (zu dpa "Sarah Connor macht sich für Briefwahl stark" vom 07.09.2017) Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++
Sarah Connor bittet um Verständnis © dpa, Britta Pedersen, bsc tba

Sarah Connor bittet um Verständnis

Dass in Zeiten von Corona-Maßnahmen und -Einschränkungen ein großes Konzert von Sarah Connor (40) mit 13.000 Zuschauern geplant wurde, sorgte für allgemeines Unverständnis. Die Sängerin bittet jedoch jetzt ihre Fans darum, ihr zu vertrauen. Sie selbst sei zwar skeptisch, wolle jedoch stellvertretend der ganzen Branche helfen. Ein Testlauf.

Sarah Connor will für ihre Branche kämpfen

Sarah Connor – und auch andere Musiker wie „The Boss Hoss – sorgt sich um ihre ganze Branche. In einem offenem Brief an ihre Fans nimmt die Sängerin Stellung zu ihrem geplantem Konzert und bittet um Verständnis. „Meine Branche hat in den letzten Monaten extrem gelitten. Auch ich habe viele Freunde und Kollegen deren Existenzen mittlerweile bedroht sind“, schreibt sie unter einem Post auf Instagram. Sie selbst habe viele Kooperationspartner, die durch die Einschränkungen infolge der Corona-Pandemie keine Einnahmen mehr hätten. Für diese wolle sie nun stellvertretend kämpfen, denn „niemand kämpft, weil ständig gesagt wird, ihre Arbeit sei nicht systemrelevant. Wir reden über insgesamt 150.000 Arbeitsplätze alleine in Deutschland‼️“

Geplantes Sicherheitskonzept soll beim Konzert helfen

Sarah ist sich der Gefahr jedoch bewusst und vertraut den Behörden, mit denen das „geplante Konzert vorsichtig durchdacht“ und abgestimmt worden sei. Sie selbst sei zwar „gespannt, ob und wie es stattfindet. Aber wenn, dann bin ich dabei. Alles andere kann ich meinen Leuten gegenüber nicht verantworten.“ Es ginge ihr eben darum, sich mit der „neuen Zeit“, wie sie die Auswirkungen der Corona-Pandemie immer nennt, zu arrangieren und ein Konzept zu entwickeln, „wie es in der ‘neuen Zeit’ machbar wird, ein Konzert zu besuchen.

Sarah Connor: "Dankbar für den Versuch"

„Wir sind dankbar für den Versuch“, leitet Connor den letzten Abschnitt ihres emotionalen Postings ein, „unserer Branche wieder ein wenig Hoffnung zu geben.“ Schließlich ginge es um viele Existenzen und beide Seiten hätten ihre Argumente für eine Wiederbelebung der Veranstaltungsbranche: „Ich rede nicht von ‘Party machen’, sondern von JOBS. Von 150.000 Arbeitsplätzen!“

Und in Zeiten von Corona kann vielleicht ein bisschen „Party machen“ auch dabei helfen, den Frust über die allgemeine Situation zu lindern – und gleichzeitig einer Branche zu helfen.