Brutale Szenen in Musikvideo gehen unter die Haut

Gewalt gegen Frauen: Mit dem Song "Kämpferin" will Sarah Bora wachrütteln

Frau von Eko Fresh mit emotionalen Song
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Frau von Eko Fresh mit emotionalen Song

Frau von Eko Fresh bringt krassen Clip raus

Blutergüsse am Körper, aufgeplatzte Lippe, geschwollenes Auge – in ihrem neuen Musikvideo schlüpft Sarah Bora in die Rolle einer Frau, die häusliche Gewalt erfährt. Denn Frauen wie diesen, die Gewalt erlebt haben oder gar akut davon betroffen sind, will die 32-Jährige mit dem Song „Kämpferin“ eine Stimme geben.

Selbst Gewalt in Partnerschaft erlebt

„Aufzugeben und sich der Gewalt zu beugen, darf niemals eine Option sein. Wir wollen daran appellieren, aufzustehen und für die eigenen Rechte zu kämpfen“, so die Frau von Rapper Eko Fresh. Sarah gibt im Musikvideo von „Kämpferin“ teilweise auch Einblicke in ihre eigene Vergangenheit mit physischer und psychischer Gewalt. „Ich war zehn Jahre lang in einer Beziehung gefangen, wurde physisch und psychisch misshandelt. Kontakt nach außen war mir kaum erlaubt, ich konnte sogar ein Jahr lang nicht mit meinen Eltern sprechen. Die äußeren Wunden heilen, aber das, was das mit dir macht, bleibt“, beschreibt die 32-Jährige in „Bild“.

Das Video, in dem Schauspieler Patrick Mölleken Sarahs männlichen Gegenpart verkörpert, gibt es hier in voller Länge zu sehen. Sie selbst hat den Absprung aus der Beziehungshölle zum Glück geschafft. Seit 2016 ist sie mit Rapper Eko Fresh verheiratet. Die beiden haben einen gemeinsamen Sohn.

Opfer kann jeder werden

Für die Veröffentlichung des Songs hat Sarah einen ganz besonderen Tag ausgewählt, nämlich den internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen. An diesem Tag wird weltweit zur Bekämpfung von Diskriminierung und Gewalt jeder Form gegenüber Frauen und Mädchen aufgerufen. Auch in Deutschland wird etwa jede vierte Frau mindestens einmal in ihrem Leben Opfer von häuslicher Gewalt. Unabhängig von Schicht und Herkunft. Jeden dritten Tag kommt es in Deutschland zu einem Femizid: Dem Mord an einer Frau, weil sie eine Frau ist.

Aber nicht nur Frauen werden Opfer häuslicher Gewalt - auch Kinder und Männer. Hier haben wir Stellen und Ansprechpartner zusammengestellt, die helfen. (abl)