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Sängerin Lotte: "Glück ist eine Art zu denken"

Sängerin Lotte: "Glück ist eine Art zu denken"
Muss sich manchmal selbst kneifen: Singer-Songwriterin Lotte © Christoph Köstlin, SpotOn

Ihr zweites Album "Glück"

Mit gerade einmal 24 Jahren bringt die Singer-Songwriterin Lotte am heutigen 11. Oktober bereits ihren zweiten Langspieler "Glück" heraus. Wie Charlotte Rezbach, so der bürgerliche Name der Musikerin aus Ravensburg, ihr persönliches Glück definiert und warum sie das Musikgeschäft zu Beginn ihrer Karriere überfordert hat, verrät sie im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news. Natürlich spricht sie auch über ihr stargespicktes Video zum Song "Auf das, was da noch kommt", in dem unter anderem Max Giesinger, Mark Forster, Revolverheld, Michael Schulte und viele mehr zu sehen sind.

Ihr neues Album heißt schlicht "Glück". Was macht Sie glücklich? Wie definieren Sie Glück für sich?

Lotte: Musik, Liebe, Sonne. Eine richtige Mischung aus den drei Dingen macht mich gerade sehr glücklich! Ich bin immer mehr der Meinung, dass GLÜCK eine Art zu denken ist. Wir werden jeden Tag mit so vielen wunderbaren, aber auch weniger schönen Dingen konfrontiert. Wie wir damit umgehen, liegt alleine an uns.

In Ihrem Video zu "Auf das, was da noch kommt" haben Sie eine ganze Menge Stargäste dabei. Wie bekommt man den Terminplan von so vielen Künstlern unter einen Hut?

Lotte: Da war wohl ganz schön viel Glück dabei. Max (Giesinger, Anm.d.Red.) und ich haben einfach ganz viele bekannte Freunde angefragt, und ein paar - Gott sei Dank sehr viele - haben sich dann wirklich die Zeit genommen für den Videodreh.

Sind Sie selbst auch mit allen befreundet?

Lotte: Max und ich kennen uns schon seit über drei Jahren und wir sind mit der Zeit dicke Freunde geworden. Beim Videodreh waren dann Bekannte von uns beiden dabei. Michael Schulte ist zum Beispiel der beste Freund von Max. Und mit Revolverheld habe ich erst letzten Herbst ein Duett performt. Außerdem wohnen wir fast alle in Hamburg und die Musikbranche ist gar nicht mal so groß - so lernt man sich eben kennen.

Mit gerade mal 24 Jahren haben Sie schon zwei Alben auf einem Major-Label veröffentlicht. Müssen Sie sich manchmal selbst kneifen?

Lotte: Ich glaube es manchmal selbst nicht. Die letzten Wochen, ja eigentlich die ganzen letzten Jahre, sind wie im Flug vorbeigegangen. Hin und wieder halte ich an, nehme mir eine Woche frei, fahre in die Sonne, um kurz zu begreifen, was gerade eigentlich passiert.

Auf dem Album findet sich auch ein Song, der "Zu jung" heißt. Ist das etwas, was Sie selbst öfter zu hören bekommen?

Lotte: Ich werde oft für deutlich jünger gehalten! Trotzdem habe ich ein großes Glück, so früh schon meinen Traum leben zu dürfen. Anfangs fand ich die ganze Musikwelt ganz schön überfordernd. Da ist so viel in so kurzer Zeit passiert. Aber ich habe ein tolles Team, Menschen an meiner Seite, die mir in allem helfen und so langsam komme ich in meinem Leben an.

Das erste Album ist ja immer eine Art Best-of aus allem, was davor passiert ist. Wie war es bei diesem Album? Haben Sie bei null angefangen?

Lotte: Man sagt ja, fürs erste Album hat man ein ganzes Leben, fürs zweite Album nur ein Jahr. Ich habe mir allerdings auch mit diesem zweiten Album mehr als ein Jahr Zeit genommen. Mir war es ganz wichtig, etwas Neues zu machen, musikalisch und in den Geschichten neue Wege einzuschlagen. Das hat vielleicht ein wenig länger gedauert, aber das hat sich glaube ich gelohnt.

Sie haben Ihre Songs zuerst auf Englisch verfasst. Warum haben Sie dann zurück zum Deutschen gewechselt?

Lotte: Da meine Texte autobiografisch sind, ist es mir ganz wichtig, dass ich mich mit den Worten, die ich verwende, gut ausdrücken kann. Nachdem ich mit 17 Jahren ein Jahr in den USA gewesen bin und gemerkt hatte, dass mein Englisch eben doch nicht ganz so gut ist, habe ich in meiner Musik zu meiner Muttersprache gewechselt.

Mit Ihrem Song "Farben" hatten Sie sich für Transgender und Transsexualität stark gemacht. Wie hat sich das Thema bzw. die Akzeptanz seitdem entwickelt?

Lotte: Ich glaube, es geht voran! Ich bin immer häufiger über Bücher und Filme gestolpert, die ebenfalls über das Thema aufklären. Aber Aufklärung braucht Zeit und Geduld und es gibt immer noch viel zu viele Menschen, die sich dagegen wehren.

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