Sänger Herbert Grönemeyer muss vor Gericht aussagen

Sänger Herbert Grönemeyer muss vor Gericht aussagen
Herbert Grönemeyer steht als Zeuge vor Gericht © Starpress/WENN.com, WENN

Seit Montag läuft am Kölner Landgericht ein Prozess gegen zwei Pressefotografen. Sie sollen Herbert Grönemeyer fälschlich beschuldigt haben, sie am Flughafen Köln/Bonn tätlich angegriffen zu haben. Jetzt soll der Sänger selbst aussagen.

Es ist schon über vier Jahre her, dass es am Flughafen Köln/Bonn zu einem pikanten Zwischenfall um den Sänger Herbert Grönemeyer (62, 'Bleibt alles anders') kam. Er war mit zwei Pressefotografen aneinander geraten, die ihn anschließend der Körperverletzung bezichtigt hatten — zu Unrecht. Seit Montag 18. Februar stehen sie wegen Falschaussage vor Gericht.

Alles Unsinn?

Bei dem fraglichen Zwischenfall soll der Star die beiden Angeklagten geschlagen haben, doch diese Behauptung stand auf wackligen Füßen. In einem Zivilprozess, den Herbert Grönemeyer gegen die beiden Journalisten anstrebte, wurde dem Sänger bereits 2017 Recht gegeben. Videoaufnahmen des fraglichen Zwischenfalls ergaben, dass die beiden Angeklagten bewusst die Unwahrheit gesagt hatten. Weder waren sie mit einer Laptoptasche geschlagen worden, noch hatte Herbert Grönemeyer einem von ihnen den Finger umgebogen. Doch mit dem Zivilprozess war das Ganze für die Journalisten noch lange nicht vorbei.

Von Klägern zu Angeklagten

Da sie der Falschaussage überführt worden waren, wurde der Fall für die einstigen Kläger nämlich zum Boomerang. Falschaussagen sind eine Straftat, und so hatte die Geschichte ein weiteres Nachspiel, bei dem sich die Fotografen erneut vor Gericht wiederfanden, dieses Mal jedoch als Angeklagte in einem Strafprozess, der seit Montag in Köln verhandelt wird. Am Mittwoch soll jetzt der Geschädigte selbst, also Herbert Grönemeyer, seine Version der Ereignisse darlegen. Ein bizarrer Fall geht in die nächste Runde…

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