Lillia Sudakova: "Angst, dass er mich zerhackt!"

Russisches Vogue-Model beichtet: Darum erstach sie ihren Ehemann

klage gegen Lilia Sudakova
Anklage gegen Lilia Sudakova © Instagram/tokensboss

So schildert das Russen-Model den tödlichen Streit

Sie ist wunderschön, in den Augen wohl eine Traumfrau. Mit ihrem Ehemann erlebte das russische Vogue-Model Lillia Sudakova allerdings einen Albtraum. Nach der Ermordung ihres Partners vor 13 Monaten spricht sie nun erstmals und beichtet ihr Motiv.

So schildert das Vogue-Model den Todestag

Demnach tötete die Rothaarige ihren Ehemann, Sergey Popov, nachdem der sie „verhöhnt“ habe. „Er war total besoffen. Er kam mit diesem Mädchen nach Hause und ich verstand, was er mir damit zeigen wollte. In der Nacht zuvor hatte ich nicht getan, was er wollte. Er hatte Sex gewollt. Und er zeigte mir, dass er jemand anderen dafür finden konnte“, so die Beschuldigte. Von da an nahmen die fatalen Ereignisse ihren Lauf.

„Ich ging in die Küche, fragte sie, ob sie essen will. Er sagte, er will auch essen, aber ich antwortete, dass er das selbst zubereiten könne“, so die Schilderung. „Von dem Moment an wurde er aggressiv. Er griff mich an.“ Nachdem ein Freund, der sich ebenfalls in der Wohnung in St. Petersburg befand, den Wüterich angeblich wegzog, soll der Angreifer aber keine Ruhe gelassen haben. Während das Model mit dem feuerroten Haar Tomaten schnitt, soll ihr Mann sie angebrüllt haben. Danach habe er die Russin erneut „ergriffen“, behauptet sie. Dass sie gerade Essen zubereitete und das Küchenutensil mit der scharfen Klinge in Händen hielt, sollte sich als sein Todesurteil erweisen. Während er sie gewaltsam gepackt haben soll, habe sie sich gewehrt, das Messer noch in der Hand. In dem Kampf und als sie ihn von sich habe stoßen wollen, habe sie ihm unabsichtlich die Klinge in den Brustbereich gestoßen.

"Hatte Angst, dass er mich zu Tode zerhackt"

„Ich sah Blut, sah ein Messer in meiner Hand. Und ich hatte Angst, dass er dieses Messer nehmen und mich damit zu Tode zerhacken würde“, beschreibt sie die angeblichen letzten Momente des Mannes. Nach dem Vorfall will sie einen Krankenwagen gerufen und dem Verwundeten noch Wasser gegeben haben. Dessen angebliche letzte Worte: „Es tut nicht weh. Vergib mir!“

Von der Story nicht überzeugt: die Anklage-Seite. Die Vorwürfe wurden von schwerer Körperverletzung inzwischen in Mord umgewandelt. Bei einer Verurteilung drohen der 27-Jährigen bis zu 15 Jahre Russen-Knast. Laut Anklage soll das Model mit Vorsatz agiert haben, als sie den Gatten erstach. Vorwurf: Ihr Gatte habe sie beruhigen wollen, die Handfläche auf ihre rechte Schulter legen müssen, um das zu tun, doch sie habe das Messer dann mit voller Absicht in seine Brust gerammt. Damit widerspricht die Anklage ihrer Version der Geschichte eindeutig. Noch diesen Monat soll der Prozess starten und die Vorgänge eindeutig klären. (nos)