RTL-Reporter Dominik Maur trifft Donald Trump plötzlich beim Mittagessen

Donald Trump in Palm Beach
03:37 Min

Donald Trump in Palm Beach

von Dominik Maur, RTL-Reporter in den USA

Ich habe viele Stars getroffen – doch diese Begegnung am vergangenen Wochenende werde ich nie vergessen! Ich esse im Restaurant gerade einen Schokokuchen, der Donald Trump heißt (wirklich wahr!), als der Ex-US-Präsident urplötzlich vor mir steht und mir tief in die Augen guckt. Lesen Sie meine Geschichte über eine irre Begegnung in Trumps Golf-Ressort Mar-a-Lago in Florida.

So bin ich, der RTL-Reporter, in Donald Trumps Luxus-Ressort gekommen

Dominik Maur, RTL-Reporter hier in Washington D.C.
RTL-Reporter Dominik Maur - "So irre war meine Begegnung mit Donald Trump beim Käsesandwich." © privat

Es ist Samstag, der 23. Januar. Da ist Trump erst seit ein paar Tagen nicht mehr im Amt. Ich drehe gerade einen Beitrag für RTL Exclusiv in Palm Beach, Florida. Der Ort, in dem Trumps Golf-Ressort Mar-a-Lago steht – die Aufnahmen meines Drehs sehen Sie im Video. Ich interviewe die österreichische Society-Lady Hermé de Wyman Miro, wir kennen uns seit Jahren. Am Ende des Interviews sagt sie: „Lass uns doch im Mar-a-Lago essen. Ich bin dort Mitglied.“ Die Aufnahmegebühr in den Privatclub kostet 200.000 US-Dollar (ca. 165.000 Euro). Hermé de Wyman Miro ist mit Trumps Schwester gut befreundet und hatte den Ex-Präsidenten in den Tagen zuvor bereits gesehen und mit ihm gesprochen. Während sie mir das erzählt, rechne ich noch nicht mit dem, was gleich passieren wird.

Ein Käse-Sandwich, ein Krabbenkuchen, ein Stück Schokotorte - und Donald Trump!

Wir bestellen im Restaurant von Trumps Luxus-Ressort. Ein Käse-Sandwich, ein Krabbenkuchen (Crab Cake), die Schokoladentorte, die nach Donald Trump benannt ist (keine Preise auf der Speisekarte). Ich fühle mich beobachtet. Denn immer noch wird der Ex-Präsident vom Secret Service bewacht (ist üblich) – und die Agenten gucken uns auch streng an. Schon bevor wir bestellt hatten, gab es ne klare Ansage: keine Fotos, keine Videos. Man darf nur seinen eigenen Tisch knipsen. Und dann wird mir klar, warum das so ist. Plötzlich kommt Donald Trump persönlich auf uns zugelaufen!

Donald Trump guckt mich direkt an - ich muss zwei Mal hingucken!

 U.S. President Donald Trump, left, and U.S. First Lady Melania Trump arrive to a farewell ceremony at Joint Base Andrews, Maryland, U.S., on Wednesday, Jan. 20, 2021. Trump departs Washington with Americans more politically divided and more likely t
Da war er noch Präsident. Ein paar Tage später stand Donald Trump beim Mittagessen vor mir, dem RTL-Reporter Melania hatte an dem Tag wohl keinen Hunger. Sie habe ich nämlich nicht gesehen. © imago images/MediaPunch, Stefani Reynolds / Pool via CNP /MediaPunch via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Trump, ganz casual. Ohne Anzug, ohne seine „Make America Great Again“-Kappe. Und ohne Melania! Wo ist sie, frage ich mich? Eine Antwort hat auch Hermé de Wyman Miro nicht.

Nur ein Assistent begleitet Donald Trump. Der Ex-Präsident guckt uns beide an, weil wir die einzigen Gäste auf der Terrasse des Restaurants sind. Ich muss zwei Mal hinschauen, weil ich im Leben nicht damit gerechnet hatte, Donald Trump hier live zu sehen – wenige Meter von mir entfernt. Mit ihm zu reden? Keine Chance! Sein Assistent und die Secret-Service-Agenten signalisieren mir durch ihre Körpersprache, dass man das besser nicht versuchen sollte.

Ich esse mein Mittagessen auf, bedanke mich bei meiner Gastgeberin und mache mich auf den Weg zum Eingang. Und dann sehe ich Donald Trump noch einmal. In einem Besprechungsraum. Die Tür steht offen. Der Ex-Präsident hat beste Laune. Er ist mit ein paar Leuten in dem Raum. Ich erkenne niemanden. Vor dem Raum zwei Sicherheitsmänner. Worüber spricht Trump? Ich weiß es nicht. „Wir werden in der ein oder anderen Form zurückkommen“, hatte er an seinem letzten Tag im Amt gesagt. Vielleicht heckt er hier gerade seinen Plan aus.