Roseanne Barr: Serien-Tochter Sara Gilbert findet ihre Kommentare "abscheulich"

"Roseanne"-Co-Star Sara Gilbert stellt sich gegen ihre Serien-Mutter
Sara Gilbert (r.) neben Roseanne Barr auf der Premiere des "Roseanne"-Revivals © Birdie Thompson/AdMedia/ImageCollect, SpotOn

Nach Rassismus-Vorwürfen

Eine umstrittene Person war Roseanne Barr (65) schon immer. Mit einem rassistischen Tweet hat sie nun allerdings den Zorn vieler Kollegen, Promis und ihres TV-Senders auf sich gezogen. Das eigentlich erfolgreiche Revival der Kultsitcom "Roseanne" soll deshalb sogar abgesetzt werden.

"Das ist unglaublich traurig"

"Hätten die Muslimbruderschaft und Planet der Affen ein Baby, würde es aussehen wie Valerie Jarrett", hatte Barr in einem mittlerweile gelöschten Tweet geschrieben und damit die langjährige Beraterin des ehemaligen US-Präsidenten Barack Obama (56) beleidigt. Schnell machte der rassistische Kommentar der Komikerin und Schauspielerin die Runde, die sich daraufhin für immer von Twitter verabschiedete und sich unter anderem kleinlaut für den "schlechten Witz" entschuldigte.

Viele wollten dies allerdings nicht auf sich sitzen lassen - darunter auch zahlreiche Prominente. Sara Gilbert (43), die im Original und im Revival Barrs Serientochter Darlene spielt, zeigte sich auf Twitter entsetzt. "Roseannes jüngste Kommentare über Valerie Jarrett - und so vieles mehr - sind abscheulich", schrieb sie unter anderem. Barrs Tweet reflektiere nicht die Ansichten der Beteiligten an der Show. "Ich bin gelinde gesagt enttäuscht von ihrem Handeln." Die Situation sei für sie und ihre Kollegen "unglaublich traurig und schwierig".

Die Show ist Geschichte

Schauspielerin Wanda Sykes, die bei dem "Roseanne"-Revival als Mitproduzentin in beratender Funktion tätig war, hatte bereits kurz zuvor via Twitter erklärt, dass sie für eine geplante weitere Staffel "nicht zurückkehren" werde. Das könnte sie nun aber ohnehin nicht mehr, denn der US-Sender ABC hatte später in einem offiziellen Statement erklärt, dass man sich dazu entschieden habe, die Show abzusetzen. "Roseannes Twitter-Statement ist abscheulich, abstoßend und unvereinbar mit unseren Werten", hieß es in der Begründung.

Auch einige weitere Schauspieler stellten sich über Social Media gegen Barr, die sich in der Vergangenheit mehrfach als Trump-Unterstützerin geoutet hatte. Patricia Arquette (50, "True Romance") zeigte sich "angewidert", dass Valerie Jarrett einen derart "rassistischen und bigotten 'Witz'" über sich ergehen lassen müsse. Es mache sie krank, dass Schwarze und Muslime im Jahr 2018 mit einem solchen "Leiden" zu kämpfen hätten.

Die Schriftstellerin Roxane Gay (43, "Hunger") konnte sich ein "Habe ich euch doch gesagt" nicht verkneifen. Gay hatte bereits im März ein Meinungsstück über das "Roseanne"-Revival für die "New York Times" verfasst und in diesem darüber geschrieben, dass sie Barr unter anderem für "rassistisch und borniert" halte. Den Tweet Gays konnte Julianne Moore (57, "Still Alice") deshalb auch nur mit einem "Ja, das hast du" bedenken. Zusätzlich setzte sie den Hashtag "#FireRoseanne". Dieser Wunsch wurde ihr ganz offensichtlich erfüllt.

Steht Rosie O'Donnell zu ihr?

Die einzige, die Barr in den ersten Stunden nach dem Aufschrei zumindest bis zu einem gewissen Punkt zu unterstützen schien, war Rosie O'Donnell (56). Auf Twitter erklärte die Schauspielerin unter anderem: "Ich liebe Roseanne ziemlich. Der Kommentar, den Roseanne getwittert hat, war rassistisch, kindisch" und ihres "besten Ichs" nicht würdig. In einem weiteren Kommentar gab sie allerdings auch an, "nichts verteidigt zu haben".

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