Rose McGowan: Mein Körper hat Harvey Weinstein nicht vergessen

Rose McGowan: Mein Körper hat Harvey Weinstein nicht vergessen
Rose McGowan ist angewidert von Harvey Weinsteins neuestem Interview © WENN.com, WENN

Sie war die erste, die Harvey Weinstein offen der Vergewaltigung beschuldigte. Doch Schauspielerin Rose McGowan kann das Trauma nicht abschütteln.

In seinem ersten Interview vor wenigen Tagen beschwerte sich Harvey Weinstein (67) darüber, dass sein Beitrag zur Filmgeschichte vor dem Hintergrund der Vorwürfe gegen ihn allmählich vergessen würde. Der Filmproduzent ('Kill Bill — Volume 1') wird sich in drei Wochen wegen sexueller Übergriffe vor Gericht verantworten müssen. Eines seiner vermeintlichen Opfer ist angewidert ob des scheinbaren Versuchs, Mitleid zu erheischen.

"Er wird nicht vergessen"

Rose McGowan (46, 'Charmed — Zauberhafte Hexen') war eine der ersten, die Weinstein offen der Vergewaltigung beschuldigten, Dutzende sollten ihr mit ihren eigenen Geschichten sexuellen Missbrauchs durch den einstigen König von Hollywood folgen. Jetzt haben sich 23 der Klägerinnen zu Wort gemeldet und auf das kontroverse Interview reagiert, welches der Beschuldigte am Wochenende der 'New York Post' gegeben hatte. "Er sagt, er will nicht vergessen werden. Keine Sorge, das wird er nicht. Er wird uns als ein Sexualverbrecher und ein Peiniger ohne Reue in Erinnerung bleiben, der sich alles nahm und nichts verdient."

Rose McGowan war eine der ersten

Rose McGowan, die maßgeblich daran beteiligt war, die Anschuldigungen gegen den Filmmogul überhaupt loszutreten, schreibt auf Social Media: "Ich habe dich nicht vergessen, Harvey. Mein Körper hat dich nicht vergessen. Ich wünschte, er könnte es. Ich habe keine Unterlassungserklärung unterzeichnet, nachdem es passierte, weil ich wusste, dass ich dich kriegen würde. Es geht darum, einem mehrfachen Vergewaltiger Einhalt zu gebieten. Dir." Ihre Kollegin Rosanna Arquette (60, 'Pulp Fiction'), die ebenfalls zu Weinsteins Anklägerinnen gehört, schlug in die gleiche Kerbe — der Filmproduzent hatte ihr gedroht, ihre Karriere zu zerstören, nachdem sie ihn zurückgewiesen hatte: "Ich werde nie vergessen, wie du zu mir sagtest, dass ich einen Riesenfehler mache." Der Prozessbeginn ist für den 6. Januar angesetzt.

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