Rolling Stone Ronnie Wood: Keith Richards hat mich für meinen Entzug verspottet

Rolling Stone Ronnie Wood: Keith Richards hat mich für meinen Entzug verspottet
Ronnie Wood ist seit 10 Jahren trocken © Sakura/WENN.com/Cover Images, WENN

Ausschweifungen gehören für die Rolling Stones quasi zum Geschäft. Doch Ronnie Wood suchte einen Weg aus der Suchtspirale — und zog sich den Spott von Keith Richards zu.

Ronnie Wood (75) ist bereits seit 1975 Mitglied der Rolling Stones ('Gimme Shelter'). Als solcher wird von ihm quasi erwartet, ein Leben voller Ausschweifungen zu führen, und der Gitarrist hielt sich auch lange Zeit an das ungeschriebene Gesetz.

Unterstützung von Mick Jagger

Doch schon 2005 wurde es dem Musiker zu viel, wie er kürzlich in einem Interview mit dem Magazin 'Mojo' verriet. Zu dem Zeitpunkt suchte Ronnie Wood erstmals professionelle Hilfe für sein Alkohol- und Drogenproblem. Der erste Gig nach dem Entzug blieb ihm in besonders guter Erinnerung. "Ich weiß noch, wie ich das erste Mal clean auf die Bühne ging, es war in diesem Club in Kanada, zum Start einer Tour. Ich hatte wirklich Angst, aber Mick Jagger (76) machte mir Mut und flüsterte 'Das wird schon, du schaffst das'." Jagger selbst propagiert schon lange einen gesunden Lebensstil. Doch ein anderer Bandkollege war weitaus weniger verständnisvoll.

Ronnie Wood brauchte die Hilfe anderer

Keith Richards (76) hatte nach Ronnie Woods Worten nur Hohn und Spott für seinen vermeintlichen Freund übrig und ließ ihn das auch spüren. "Keith meinte nur 'Entzug ist was für Schlappschwänze!' und versuchte mich als Schwächling dazustellen. Dabei erfordert so etwas wirklich Stärke." Der erste Anlauf eines gesünderen Lebensstils ging dann auch gehörig schief. Erst vier Jahre später bekam Ronnie Wood schließlich die Hilfe, die es ihm ermöglichte, dauerhaft clean zu bleiben — mithilfe anderer, die ihn bei seinem Vorhaben unterstützten. Professioneller Entzug war nichts für ihn. "Manchmal hat man das Gefühl, diese Leute wollen, dass man rückfällig wird, denn es ist eine Menge Geld für sie drin, wenn man wieder entzieht." Statt dessen geht er zu Treffen mit anderen Betroffenen — es hat Ronnie Wood geholfen.

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