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Riesige Oscar-Panne 2017: Das machen die beiden Verantwortlichen heute

ARCHIV - 26.02.2017, USA, Los Angeles: Martha L. Ruiz (l) und Brian Cullinan von PricewaterhouseCoopers kommen zur Verleihung der Oscars 2017, den 89. Academy Awards. (zu dpa "Der historische Oscar-Patzer und seine Folgen - Tweets sind tabu" am 26.02
Brian Cullinan war gemeinsam mit Martha Ruiz für den Umschlag von 'Moonlight' verantwortlich. © dpa, Jordan Strauss, AK PM DC kno hjb pil

Das erste Mal in 88 Jahren wurde der falsche Gewinner des 'besten Films' verkündet

Nachdem im Februar 2017 zum ersten Mal in der Geschichte der Oscars ein falscher Gewinner verkündet wurde, gab es intensive Untersuchungen: Wer war schuld daran, dass 'La La Land' als bester Film verlesen wurde, obwohl 'Moonlight' mit dem Preis ausgezeichnet werden sollte? Am Ende nannte man zwei Namen: Brian Cullinan und Martha Ruiz.

Oscar-Panne als größter Fehler ihrer Karriere

Man ist irgendwie richtig peinlich berührt, wenn man sich die letzten Minuten der Oscars 2017 noch einmal anschaut. "Es gab da einen Fehler", heißt es plötzlich. Die Macher von 'La La Land' müssen ihre Siegesrede unterbrechen, es herrscht große Verwirrung, Leute stürmen die Bühne. Dann die Verkündung: 'Moonlight' ist der eigentliche Gewinner in der Kategorie 'bester Film.' Wie konnte das passieren?

Seit Jahren überwacht das Unternehmen 'PricewaterhouseCoopers' die Gewinner-Umschläge. Verschiedene Mitarbeiter sind für die Briefe verantwortlich und übergeben sie schließlich an die Schauspieler, die den Gewinner verkünden. Brian Cullinan war gemeinsam mit Martha Ruiz für den Umschlag von 'Moonlight' verantwortlich – zu zweit, damit auch ja nichts schief geht. Dennoch passiert der Supergau: Brian übergibt den Präsentierenden, Hollywood-Stars Warren Beatty und Faye Dunaway, den falschen Umschlag. Die Konsequenzen sind hart: Beide bekommen Oscar-Hausverbot. Nach harscher Kritik im Internet löscht Brian Cullinan sogar seine sozialen Accounts auf Twitter und Instagram. Sein Facebook-Profil ist weitestgehend inaktiv. Noch schlimmer entwickelt sich die Panne für Martha Ruiz: Sie erhält Todesdrohungen und muss von Bodyguards beschützt werden. Doch zumindest vor der Arbeitslosigkeit werden die beiden Pechvogel bewahrt: Sie dürfen weiterhin für ihr Unternehmen arbeiten - allerdings nicht mehr im Rahmen der Oscars.

Die Oscars tun alles, um eine weitere Panne zu umgehen

Dieses Jahr setzen die 'Academy Awards' auf noch mehr Kontrolle – denn so einen Fauxpas will sich die Academy nach Vorwürfen über latent rassistische Nominierungen nicht mehr leisten. Damit es zu keinen weiteren Schlagzeilen hinter den Kulissen der Oscars kommt, sollen dieses Jahr sogar drei Leute für jeden Umschlag verantwortlich sein. Außerdem dürfen die Angestellten von 'PricewaterhouseCoopers' ihre Handys für die Dauer der Sendung nicht benutzen. Mal gucken, ob der Plan der Academy aufgeht - oder ob wir uns auch dieses Mal wieder peinlich berührt fühlen dürfen.

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