„Die letzte Instanz“ löst viel Kritik aus

Rassismus-Talk im WDR: Micky Beisenherz & Janine Kunze entschuldigen sich

Dieser Talk regt Enissa Amani maßlos auf
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Dieser Talk regt Enissa Amani maßlos auf

Für die Ausgabe der Sendung „Die letzte Instanz“ gab es viel Kritik

In der WDR-Sendung „Die letzte Instanz“ haben sich die ausschließlich weißen Gäste nach Meinung vieler zum Thema Rassismus um Kopf und Kragen geredet. Comedian Enissa Amani ist nicht die Einzige, die sich mächtig über die Talk-Runde und die Diskussion um die „Zigeuner-Soße“ aufgeregt hat. Jetzt entschuldigten sich Janine Kunze, Micky Beisenherz und der WDR für den umstrittenen Auftritt. Was Enissa Amani besonders schockiert hat, zeigen wir im Video.

Micky Beisenherz entschuldigt sich in seinem Podcast

Für die Ausgabe der Sendung "Die letzte Instanz" gab es viel Kritik.
Für die Ausgabe der Sendung "Die letzte Instanz" gab es viel Kritik. © WDR/Max Kohr

Autor und Moderator Micky Beisenherz (43) hat sich in seinem Podcast „Apokalypse und Filterkaffee“ nach einem Shitstorm für seine Rolle in der WDR-Sendung „Die letzte Instanz“ entschuldigt. "Wenn da vier Kartoffeln sitzen und über Rassismus mit Karten abstimmen, dann ist im Kern ja schon mal etwas falsch, das kannst du so einfach nicht machen."

Er werde beim nächsten Mal vehementer auf problematische Aussagen reagieren.

Die Sendung hat Janine Kunze zum Denken angeregt

Auch Schauspielerin Janine Kunze (46) hat die Diskussion um die Sendung scheinbar zum Denken angeregt. Sie schrieb am Sonntag auf Instagram, ihr sei klar geworden, dass sie die Sinti und Roma Community mit ihren unbedachten Äußerungen zutiefst verletzt habe. Weiter schreibt sie: "Es war falsch, dass ich mir angemaßt habe, als privilegierte weiße Frau über ein Thema zu sprechen, welches ich in seiner Konsequenz und in seinen Ausmaßen nicht beurteilen kann!"

Runde diskutierte über das Wort „Zigeunersauce“

In der Ausgabe der WDR-Talkshow hatten Beisenherz, Kunze, Thomas Gottschalk (70) und Jürgen Milski (57) mit Moderator Steffen Hallaschka (49) darüber diskutiert, ob das Wort „Zigeunersauce“ vermieden werden sollte oder nicht. Alle vier entschieden sich für nein. Die Sendung war am Freitagabend als Wiederholung ausgestrahlt worden. Nachdem sich viele Zuschauer in den sozialen Medien über die Gästezusammensetzung und deren teilweise unreflektierten Aussagen empört haben, hatte der Sender bereits eingeräumt: „Bei so einem sensiblen Thema hätten unbedingt auch Menschen mitdiskutieren sollen, die andere Perspektiven mitbringen und/oder direkt betroffen sind.“


Nun hat sich der WDR erneut geäußert:

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