Schneller vorbei, als der Sprachkünstler rappen kann

Trinkbefehl statt Haftbefehl? Rapper Hafti bricht Konzert "besoffen" nach nur einem Song ab

Rapper Haftbefehl bricht Konzert in erstem Song ab
00:58 Min

Rapper Haftbefehl bricht Konzert in erstem Song ab

Dieser Auftritt hatte definitiv mehr was von „Alki“ als von „Hafti“. Rapper Haftbefehl (36), von seinen Fans liebevoll Hafti genannt, legte jetzt in Mannheim ein Konzert der Sorte super kurz hin. Seine Show dauerte keine Stunde, auch keine halbe – sondern nur Minuten! Wie es scheint, hatte der Reime-Schmied in Vorfreude auf das Konzert wohl ein bisschen zu fleißig gebechert.

Haftbefehl startet durch - und bricht direkt ab

Das ging schneller, als die Polizei erlaubt – obwohl Haftbefehl ja eigentlich sowieso total egal zu sein scheint, was die Ordnungshüter gestatten. Auf Social Media geteilte Videos seines geplanten Auftritts in der Mannheimer Location „Hafen49“ zeigen den „Wieder am Block“-Rapper am Mikrofon – anfangs noch mit beiden Beinen auf dem Boden. Offenbar steht das „Haft“ in Hafti aber nicht unbedingt für Bodenhaftung, denn diese verliert das torkelnde Sprachgesangstalent dann rascher als seine Gegner ein Rap-Battle.

Wankend legt der Mann dann keinen Sportwagen tiefer, sondern nur sich selbst fast hin. Gerade noch kann er den Sturz während des Auftritts verhindern, hält sich auf hinweg gleitenden Beinen an einem Geländer mühevoll mit den Armen fest. Schnell kommt ihm im Clip, der auf Twitter kursiert, seine Crew zur Hilfe. Es wird zwar in dem Moment munter gelacht wie über eine lustig-freche Rap-Zeile, doch danach war direkt Schluss mit lustig.

Auf Nachfrage von RTL berichtet die Event-Location „Hafen49“: „Er hat nach nur sehr kurzer Performance (einem Song) die Bühne verlassen (...). Natürlich war die Menge sehr erbost und die Stimmung war aufgeheizt. Viele Gäste haben noch auf eine Fortführung gewartet, aber die Show wurde dann vom Veranstalter nach kurzer Zeit abgebrochen.“

Irre: Das Konzert wurde schon einmal abgesagt

Besonders bitter für Fans: Bei dem (Nicht-)Auftritt handelte es sich um einen Nachhol-Termin. Denn auch der ursprünglich geplante Termin Ende Juli war zuvor ins Wasser gefallen, aus „gesundheitlichen Gründen“.

Vom Management des Künstlers oder von Hafti selbst gibt’s bislang kein Statement. Die Event-Location sichert allen Konzertgästen eine Erstattung der bezahlten Ticketpreise zu. Die hätten sich aber wahrscheinlich mehr gefreut, ihr Lieblingsrapper hätte die Finger vom Alkohol gelassen und ein „normales“ Konzert gegeben... (nos)

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