Quentin Tarantino verharmloste Vergewaltigung im Fall Roman Polanski

Quentin Tarantino beim 25th Anniversary Screening des Kinofilms Reservoir Dogs auf dem Tribeca Film Festival 2017 im Beacon Theatre. New York, 28.04.2017 Foto:xD.xVanxTinex/xFuturexImage
Wirbel um Aussage von Quentin Tarantino © imago/Future Image, Dennis Van Tine, imago stock&people

Empörung im Netz über Tarantino-Aussagen

Aussagen von Kult-Regisseur Quentin Tarantino (54) sorgen für große Empörung im Netz. In einem wieder aufgetauchten Interview aus dem Jahr 2003 verteidigt er tatsächlich Roman Polanskis Vergewaltigung eines 13-jährigen Mädchens.

"Sie wollte es so!"

Roman Polanski (84) bekannte sich 1977 schuldig, ein minderjähriges Mädchen vergewaltigt zu haben. Für Tarantino keine große Sache. "Er hat keine 13-Jährige vergewaltigt. Er hatte Sex mit einer Minderjährigen. Das ist keine Vergewaltigung. Wenn man von Vergewaltigung redet, spricht man über Gewalt, darüber, den anderen niederzuwerfen", sagte er damals. "Man kann nicht so mit dem Wort Vergewaltigung um sich werfen. Es ist so, wie dauernd das Wort 'Rassist' rumzuschmeißen. Es trifft einfach nicht auf alles zu, für das es die Leute benutzen."

Dass es sich nicht um einvernehmlichen Sex gehandelt habe, widerspricht Tarantino. "Nein, so war es überhaupt nicht. Sie wollte es so und hat den Typen gedatet!" 

Die Negativ-Schlagzeilen um Quentin Tarantino brechen nicht ab. Erst kürzlich erzählte seine Muse Uma Thurman (47) in einem Interview mit der 'Times', dass sie von dem Regisseur bei Dreharbeiten bespuckt, gewürgt und zu einem folgenschweren Autostunt gezwungen wurde.