Queen Elizabeth II.: Notfallpläne für die Zeit nach ihrem Tod geleakt

FILE PHOTO: Britain's Queen Elizabeth attends a ceremony to mark her official birthday at Windsor Castle in Windsor, Britain, June 13, 2020. The Queen celebrates her 94th birthday this year. REUTERS/Toby Melville/Pool/File Photo
Erstmals sind nun Dokumente durchgesickert, in denen der Ablauf für die Stunden und Tage nach dem Tod der britischen Monarchin generalstabsmäßig geplant sind. © REUTERS, Toby Melville, /FW1F/Alison Williams

"Operation London Bridge": Das passiert nach dem Ableben von Königin Elisabeth

"Operation London Bridge" – was vielleicht wie der Titel eines neuen „007 - James Bond“ klingen mag, hat einen ziemlich traurigen Hintergrund. Denn hinter dem Decknamen soll sich das minutiös geplante Protokoll für das Ableben von Queen Elizabeth II. (95) verbergen. Die unter Verschluss gehaltenen Plänen, in denen der Ablauf für die Stunden und Tage nach dem Tod der britischen Monarchin generalstabsmäßig organisiert sind, sollen nun erstmals durchgesickert sein. Davon berichtet die Zeitung „Politico“.

Webseite der königlichen Familie in Schwarz gefärbt

Was geschieht unmittelbar nach dem Tod von Queen Elizabeth II.? Das Vorgehen sieht unter anderem vor, dass der Premierminister unmittelbar über das Ableben der Monarchin informiert werden muss. Der wiederum wird anschließend nach einem strengen Protokoll wichtige Kabinettsmitglieder per Telefon informieren. Erst danach wird eine Mitteilung an die Öffentlichkeit herausgegeben und eine E-Mail an weitere Minister und hohe Beamte versendet. Anschließend werden sämtliche Flaggen in allen öffentlichen Gebäuden auf Halbmast gesetzt und die offizielle Webseite der königlichen Familie in Schwarz gefärbt sowie mit einer kurzen Todesbestätigung versehen. Die Internetseiten aller Ministerien werden mit einem schwarzen Banner verziert und sämtliche Tweet und Posts werden ausgesetzt, bis der Premierminister sich live im TV geäußert hat - was schnellstmöglich erfolgen soll.

Noch am Todestag wird King Charles zu seinem Volk sprechen

Pünktlich um 18 Uhr wird sich dann der neue König, der heutige Prinz Charles (72), an sein Volk wenden. Noch am Abend des Todes - oder am Folgetag, je nach Zeitpunkt des Eintretens des Todes - wird außerdem ein Gottesdienst abgehalten, bei dem der Premierminister und ranghohe Minister des Kabinetts in der St. Paul's Cathedral zusammenkommen.

Insgesamt umfasst der Geheimplan die kompletten ersten zehn Tage nach dem Tod von Queen Elizabeth II. und regelt unter anderem genauestens, teils sogar minutiös den Ablauf der Beerdigung, die exakt an Tag zehn nach ihrem Tod stattfinden wird.

Nicht der erste Leak

Bereits in der Vergangenheit wurden immer wieder Details dieses Notfallplans geleakt, bisher aber nie der komplette Ablauf. So wurde bereits in der Vergangenheit darüber berichtet, dass der Premierminister nach dem Tod einen Anruf der royalen Familie erhalten wird, der nur die vier Worte beinhalten wird "London Bridge is down". Deswegen auch der Name "Operation London Bridge".

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