Prozessauftakt gegen Juan Carlos: Spaniens Ex-König soll seiner Ex mit dem Tod gedroht haben

Er soll seiner Ex mit dem Tod gedroht haben
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Er soll seiner Ex mit dem Tod gedroht haben

Schwere Vorwürfe gegen Alt-König Juan Carlos

Juan Carlos I. (83) ist aufgrund zahlreicher Vorwürfe mittlerweile ins Exil geflüchtet. In der Heimat beginnt derweil der Gerichtsprozess gegen den Alt-König. Dabei stehen unfassbare Anschuldigungen auf der Tagesordnung: Dubiose Finanzgeschäfte und Morddrohungen gegen seine Ex. Mehr dazu erfahren Sie im Video.

Prozess soll Wahrheit zu Tage fördern

Spaniens Ex-König Juan Carlos sitzt nach seinem Strafverfahren wegen Steuerhinterziehung seit August 2020 in Abu Dhabi im Exil. Dort soll es ihm aktuellen Berichten gesundheitlich nicht gut gehen. Laut anonymer Quellen wünsche er sich eine Rückkehr in seine spanische Heimat: „Er hat Angst, in der Ferne zu sterben.“ Doch hier würde es für ihn wahrscheinlich direkt in Untersuchungshaft wegen erneuter Fluchtgefahr gehen, bis sein Prozess abgeschlossen ist. Da bringt es wohl auch nichts, dass er einen Teil seiner Steuerschulden angeblich bereits beglichen habe.

Zum Prozessauftakt gegen Juan Carlos soll seine Ex-Freundin Corinna zu Sayn-Wittgenstein per Videoschalte aussagen. Und genau das wollte der König offenbar verhindern: Über seinen Geheimdienst soll er angeordnet haben, ihr mit dem Tode zu drohen, wenn sie aussage. Das behauptete José Manuel Villarejo (69) Undercover-Polizist, der Sayn-Wittgenstein im Auftrag der Regierung unterwanderte, in einem Fernsehinterview 2017 mit „laSexta“. Hauptbeschuldigter war damals Ex-Geheimdienst-Boss Fèlix Sanz Roldán (75), der ihn infolgedessen wegen Verleumdung verklagte.

„General Roldán hat mich und meine Kinder bedroht“, untermauerte Prinzessin Corinna zu Sayn-Wittgenstein im vergangenen Jahr in der TV-Sendung „360 Grados“ die Vorwürfe, „seine Worte waren, dass er nicht für meine körperliche Sicherheit garantieren könne oder die meiner Kinder, es sei denn, ich würde seinen Anweisungen folgen". Inwieweit die Drohung wirklich ausgesprochen wurde, soll jetzt der Prozess klären.

Es bleibt daher spannend, was im Gericht noch alles zu Tage gefördert wird.