Prinzessin Eugenie: Was sie darf, darf Herzogin Meghan lange nicht

Prinzessin Eugenie und Herzogin Meghan
Für Prinzessin Eugenie und Herzogin Meghan gelten unterschiedliche Regeln. © Getty Images / Gareth Fuller; Getty Images / Chris Jackson, Gareth Fuller; Chris Jackson

Es gelten total unterschiedliche Regeln

Ein knappes halbes Jahr ist es her, dass die einstige "Suits"-Schauspielerin Meghan Markle in das britische Königshaus eingeheiratet hat. Im Mai gab sie Prinz Harry (34) in London das Jawort. Seitdem sind alle Augen auf sie gerichtet. Kein Wunder, schließlich musste sie sich in Windeseile an die strenge Etikette des Palastes gewöhnen. Harrys Cousine Eugenie, die nur noch Neunte in der Thronfolge ist, hat da weitaus mehr Freiheiten. Was darf Prinzessin Eugenie (28), was Herzogin Meghan (37) nicht darf?

Instagram-Account

Als Prinz Harry und Herzogin Meghan ihre Verlobung bekannt gegeben haben, änderte sich das Leben der bürgerlichen Schauspielerin von einer Sekunde auf die nächste. So musste sie sich beispielsweise langsam von ihren Social-Media-Accounts sowie ihrem Blog "The Tie" verabschieden. Im Januar 2018 sagte sie ihren Instagram-, Facebook- und Twitter-Followern Lebewohl. Einer Herzogin im britischen Königshaus ist es nicht gestattet, eigene Kanäle zu pflegen.

Nur zwei Monate nachdem Meghan ihre Accounts deaktiviert hatte, feierte Prinzessin Eugenie ihr Instagram-Debüt – mit ihrem ganz persönlichen Profil. Und dort teilt sie seither Schnappschüsse aus ihrem Privatleben mit ihren mittlerweile 592.000 Followern. Für Meghan völlig undenkbar.

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#tbt to really cool moments in life!!

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Nagellack und Make-up

Im zweiten Schritt auf dem Weg zu einer echten Herzogin musste Meghan ihre Nagellack-Sammlung verbannen. Während sie sich vor ihrer Beziehung mit Harry immer wieder mit dunkelroten Nägeln in der Öffentlichkeit gezeigt hatte, muss sie sich jetzt an das strenge Nagellack-Gebot der königlichen Etikette halten. Queen Elizabeth (92) höchstpersönlich hat die Regel, sich beautytechnisch am traditionellen und neutralen "Nature-Look" zu orientieren, vor knapp 30 Jahren eingeführt. Sämtliche Rot-Töne sind demnach tabu.

Auch diese Regel scheint für Eugenie nicht zu gelten. Sowohl auf ihrem Instagram-Account als auch in der Öffentlichkeit zeigte sich die Prinzessin zuletzt immer wieder mit aufreizendem Lippenstift und farbigen Nägeln.

Prinzessin Eugenie
Beim Weihnachts-Gottesdienst in Sandringham am 25. Dezember 2016 trug Prinzessin Eugenie entgegen der königlichen Regelungen knalligen Lippenstift. © 2016 Getty Images, Chris Jackson

Styling

Ein durchdachtes und passendes Styling wird bei den Briten-Royals ebenfalls groß geschrieben. So steckt hinter Meghans edlen und häufig zugeknöpften Looks ein strenger Dresscode. Die Kleider dürfen nicht zu kurz sein, der Ausschnitt nicht zu tief und der Schnitt nicht zu aufreizend.

Auch wenn sich Eugenie zum größten Teil an diese Vorgaben hält, finden sich in ihrem Kleiderschrank auch freizügige und kurze Roben. Was die Queen wohl dazu sagt?

Prinzessin Eugenie und Prinzessin Beatrice
Bei einer Veranstaltung im Jahr 2009 trug Prinzessin Eugenie dieses freizügige Glitzerdress und zeigte jede Menge Bein. © Jason Merritt / Getty Images, Jason Merritt

Hochzeitsbestimmungen

Im November 2017 haben Prinz Harry und Meghan stolz ihre Verlobung bekannt gegeben. Dass die beiden aber tatsächlich ein halbes Jahr später vor den Traualtar treten dürfen, ist zu dem Zeitpunkt noch gar nicht sicher gewesen. Erst im März 2018, zwei Monate vor der Royal-Hochzeit, erhielt das Paar das offizielle und notwendige Einverständnis von Queen Elizabeth. Seit 1772 existiert das Gesetz, dass jede Hochzeit der britischen Königsfamilie vom Monarchen abgesegnet werden muss. Seit 2013 müssen nur noch die ersten sechs in der Thronfolge um den Segen der Queen bitten.

Da sich Prinzessin Eugenie nur auf Platz neun der Thronfolge befindet, blieb sie von der Regel verschont. Sie durfte mit Jack Brooksbank (32) vor den Traualtar treten, ohne vorher bei ihrer Großmutter Papiere unterzeichnen lassen zu müssen.

Jobs

Dass Meghan ihren Job als Schauspielerin an den Nagel hängen muss, wenn sie Prinz Harry das Jawort geben will, war von Anfang an in Stein gemeißelt. Seit der Hochzeit ist sie wie ihr Ehemann im königlichen Charity-Bereich tätig, um die Werte der Briten-Royals in der Öffentlichkeit zu repräsentieren.

Prinzessin Eugenie durfte sich da weitaus mehr austoben. Im Anschluss an ihr Studium der Kunstgeschichte, englischen Literatur und Politik an der Universität von Newcastle nahm sie einen Job bei der New Yorker Auktionsfirma "Paddle8" an. Da sie anders als Meghan keinerlei royale Verpflichtungen hat, kann sie auch künftig in ihrer Position als Benefit-Managerin arbeiten.