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Prinzessin Diana: So wurde Lady Di zur unsterblichen Fashion-Ikone

Prinzessin Diana: Eine Mode-Ikone im Wandel der Zeit
Prinzessin Diana: Eine Mode-Ikone im Wandel der Zeit © Getty Images

Kleider-Ausstellung zum 20. Todestag

Die Ausstellung ‚Diana – Her Fashion Story‘ in London ist ein riesiger Erfolg. Seit Tagen stürmen Menschen jeden Alters (und jeden Geschlechts) in den Kensington-Palast, nur um ein paar alte Edel-Fummel der ‚Königin der Herzen‘ hinter Glas zu bestaunen. Die Mutter der Prinzen William und Harry ist – auch im 20. Jahr ihres tragischen Todes in Paris – unvergessen, und ihr Modestil bis heute einfach einzigartig. Oder ist er eher einzigartig einfach und einfach zu durchschauen?

Eine Mode-Ikone war geboren

Zum 20. Todestag von Prinzessin Diana werden 25 ihrer Kleider im Kensington-Palast ausgestellt.
Zum 20. Todestag von Prinzessin Diana werden 25 ihrer Kleider im Kensington-Palast ausgestellt. © picture alliance

Die Liaison von Lady Di mit der Mode beginnt am 17. September 1980. Im ‚Evening Standard‘ erscheint ein Foto der neuen Freundin von Prinz Charles, das einen unvergesslichen Eindruck hinterließ. Diana wurde genau in dem Augenblick mit einem Kind auf dem Arm im Garten eines Kindergartens fotografiert, als die Sonne hinter einer Wolke hervorkam. Dadurch wirkte Dianas Baumwollrock durchscheinend, und ihre schönen Beine wurden in voller Länge sichtbar. Meine Kollegin Tina Brown bezeichnet diesen Augenblick später als einen „magischen Moment, die Bilder zu Ikonen macht“.

Die Mode-Ikone Diana war geboren. Und durchlief ab diesem Moment drei Phasen. Phase eins zeichnete sich dadurch aus, dass Diana - das schüchterne Ding, das kleine Vögelchen im Raubtier-Zoo der Windsors - sich so dezent kleidete, als wolle sie mit dem Gemäuer hinter ihr verschmelzen. Nur nicht auffallen. Vor allem nicht negativ. Selbst ihr fantastisches Brautkleid schien irgendwie ein Hauch zu groß für die damals gerade erst 20-Jährige.

Dianas "Rachekleid" markierte ihren modischen Höhepunkt

Erst als die beiden Jungs aus dem Gröbsten raus waren, entdeckte die hübsche Prinzessin von Wales ihr Faible für Style, experimentierte mit Farben, Formen und – aus heutiger Sicht – absurden Schnitten. Diana erkannte die Symbolkraft der Mode und wurde der erste royale Kleiderständer der Welt. Was sie trug, war schick, wurde kopiert und hatte immer Klasse und Eleganz.

Doch das änderte sich: Als der Rosenkrieg mit Charles begann, als sie sich immer mehr von der Familie des Thronfolgers ins Abseits gedrängt fühlte, schlug Diana zurück. Waren ihre Outfits erst Schutz, dann Spiel, wurden ihre Kleider nun zu Waffen, zu Rache-Werkzeugen gegen das Königshaus.

Höhepunkt war der 29. Juni 1994. Während Charles gerade im Fernsehen über seine Affäre mit Camilla sprach, erschien Diana in einem atemberaubenden, schulterfreien schwarzen Kleid mit gewagter Knielinie und kleinem Schleier auf einer Gartenparty. Ihr Ziel: Sie wollte ihren Noch-Ehemann von Seite 1 der Zeitungen verdrängen. Und es ist ihr natürlich gelungen. Diana machte Charles und der Welt klar, welchen Mega-Schuss er gerade sausen lässt!

Dieses ‚Rachekleid‘ der Designerin Christina Stambolian wird übrigens nicht auf der  Ausstellung über Dianas Mode gezeigt. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt...

Mit royalen Grüßen 

Michael Begasse